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Sonnenfinsternis: Weitere beeindruckende Aufnahmen aus dem All und vom Boden
Vorige Woche hat eine Sonnenfinsternis nicht nur Europa in ihren Bann gezogen. Inzwischen gibt es von der NASA und ESA weitere Aufnahmen des Himmelspektakels.
Collage der Sonnenfinsternis hinter einer Antenne der ESA nahe Madrid
(Bild: ESA/gq_fotografo - Gustavo Queipo de Llanos)
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Auch fast eine Woche nach der totalen beziehungsweise partiellen Sonnenfinsternis über dem Nordatlantik und Westeuropa werden noch immer neue Aufnahmen des Himmelsschauspiels öffentlich. So hat die Europäische Weltraumagentur einen kurzen Clip veröffentlicht, der zeigt, wie der Mond den Weltraumsonden Proba-3 eine doppelte Sonnenfinsternis spendiert hat. Aufnahmen des NASA-Satelliten DSCOVR (Deep Space Climate Observatory) zeigen derweil, wie der über die Erde gleitende Schatten aus der Sicht der Sonne ausgesehen hat. Hinzu kommen zahlreiche weitere Aufnahmen von der Erdoberfläche, die von NASA- und ESA-Angestellten gemacht wurden.
Die totale Sonnenfinsternis hat vergangenen Mittwoch gegen 19.00 Uhr in Nordsibirien begonnen. Der Kernschatten des Mondes war dann in einem Bogen an Grönland und Island entlanggezogen und auf Spanien getroffen. In A Coruña im äußersten Nordwesten Spaniens verschwand die Sonne um 20.27 Uhr und 41 Sekunden hinter dem Mond. Für eine Minute und 18 Sekunden wurde der Tag zur Nacht. Wenige Minuten später zog der Kernschatten über Kastilien und León, Aragón und Valencia bis zu den Balearen weiter. Je nach Standort dauerte die Totalität zwischen rund 30 Sekunden und knapp zwei Minuten. Im deutschsprachigen Raum war die Sonnenfinsternis nur als partielle zu sehen, die nächste folgt am 2. August 2027.
Proba-3 besteht aus zwei Satelliten, die in höchster Präzision zusammenarbeiten, um die Sonnenkorona sichtbar zu machen. Dabei wirft einer der beiden einen Schatten auf den zweiten, der damit in den Genuss einer künstlichen Sonnenfinsternis kommt. Während der Sonnenfinsternis konnten die aufzeichnenden Sonden nun festhalten, wie sich der Mond der verdunkelten Sonnenscheibe nähert und diese dann doppelt abdunkelt. Weil beide Sonden dem Mond näher waren als der Erde, hat diese Finsternis für sie sogar neun Minuten gedauert. Die Verantwortlichen konnten das außergewöhnliche Ereignis nutzen, um die Instrumente zu kalibrieren, weil die Sonnenkorona währenddessen quasi frei von Störlicht war. Die Korona konnte zudem vorübergehend unter idealen Bedingungen beobachtet werden.
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Das Deep Space Climate Observatory wiederum beobachtet die Erde vom Lagrange-Punkt L1 zwischen Erde und Sonne. Unseren Heimatstern hat sie dabei immer direkt hinter sich. Das erlaubt regelmäßig ganz ungewohnte Blicke auf den Mond. Vergangene Woche konnte sie mit ihrer EPIC-Kamera (Enhanced Polychromatic Imaging Camera) aber beobachten, wie der Mondschatten den Rand der angestrahlten Erde eher streift und über die Abendregionen gerast ist. Weil sie nur etwa einmal pro Stunde eine Aufnahme macht, gibt es insgesamt lediglich drei, auf denen der Schatten zu sehen beziehungsweise zu erahnen ist.