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heise+ | E-Kleinwagen Cupra Raval im Test: Volkswagen kommt spät, überzeugt aber
Der Cupra Raval ist der erste Volkswagen auf Basis des MEB+. Er überzeugt bei Platzangebot, Antrieb und Ladeleistung. Billig ist er allerdings nicht.
Nun purzeln sie also nach und nach endlich alle auf den Markt: Der Volkswagen-Konzern rollt seine lange angekündigte Palette von kleinen Elektroautos in die Verkaufsräume. Einer der Ersten ist der Cupra Raval, der vom Format her einem VW ID. Polo entspricht. Dass sie alle eine technische Plattform nutzen, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihnen unterschiedliche Rollen zugedacht wurden. Welche der Raval spielen soll, wird spätestens nach wenigen Kilometern deutlich sichtbar. Wer sich mit ihr anfreunden kann, wird ausgezeichnet bedient. Im Test des Cupra Raval mit 52-kWh-Batterie und 155-kW-Antrieb zeigten sich nur wenige Schwächen, von denen man sich fragen kann, wie lange sie wohl Bestand haben werden. Lösen sollten sich Interessenten allerdings von einer Vorstellung, die viele mit einem Kleinwagen verbinden dürften.
Der Volkswagen-Konzern versucht eine Abgrenzung zwischen den internen Konkurrenten ID. Polo und Raval schon optisch unmissverständlich hinzubekommen. Unabhängig davon, welches dem eigenen Geschmack näher kommt: Dort der eher zurückhaltend-konservative VW, hier der progressiv gezeichnete Cupra – zu verwechseln sind sie schwerlich. Aktuelle Kleinwagen haben mit etwas mehr als vier Metern Länge inzwischen oftmals das Format von Autos der Golf-Klasse aus den 1990er-Jahren erreicht, und der Raval macht da keine Ausnahme. Er misst 4,05 m in der Länge, sein Radstand 2,6 m.
Daraus macht er ein anständiges Platzangebot, sowohl vorn als auch hinten. Insbesondere in der ersten Reihe sind die Sitze bequem und erstaunlich weitreichend verstellbar. Menschen mit so langen Beinen wie ich merken ein paar Zentimeter Verstellweg mehr oder weniger rasch. Es gibt Tasten, um eine gespeicherte Position wieder aufzurufen, und wer die Lordosenstütze verstellen will, kann das einfach ohne Blickkontakt mit der linken Hand erledigen. Im Mercedes CLA (Test) muss der Fahrer dafür in ein Untermenü auf dem Bildschirm. Volkswagen hat es, anders als in früheren ID.-Modellen, sogar hinbekommen, jedem Fensterheber einen eigenen Schalter zu spendieren. Offenbar war die Rückmeldung zu dieser Sparmaßnahme von Volkswagen-Kunden wirksam.
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