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Rideshare Stimulator: Saber Interactive beugt sich der Kritik und ergänzt KI-Hinweis
Nach dem Eklat um CEO Matthew Karch und eine Ex-Autorin lenkt das Studio ein. Die Steam-Seite legt nun den konkreten Einsatz künstlicher Intelligenz offen.
Nach dem öffentlichen Streit zwischen Saber-Interactive-CEO Matthew Karch und der ehemaligen Autorin Stella Sacco hat das Studio nun reagiert. Karch hatte im Vorfeld behauptet, er hätte Sacco "liebend gern durch eine KI ersetzt". Inmitten dieses Trubels ergänzte das Team jetzt den wichtigen KI-Hinweis auf der Steam-Seite von Rideshare Stimulator. Dieser fehlte auffällig, seit das Spiel am 30. Juli für eure Wishlists online ging.
Ursprünglich behauptete Karch, der Hinweis folge erst, "sobald das Spiel fertiggestellt ist". Mittlerweile hat das Studio die Store-Seite aber entsprechend aktualisiert und die KI-Nutzung offengelegt.
"Sobald alles final ist, werden wir die Steam-Seite updaten“, erklärte Karch gegenüber IGN. Das passierte wohlgemerkt, bevor Sacco bestätigte, dass sich der CEO für seine Aussagen privat bei ihr entschuldigt hatte. "Wir haben in Rideshare einen unabhängigen, experimentellen Modus eingebaut, um mit diesen Konzepten herumzuspielen. Das gehört nicht zur Core-Experience."
"Selbst dafür mussten wir zwei Autoren und mehrere Coder abstellen. Sie sollten mit den KI-Tools arbeiten, um überhaupt ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen", führte Karch aus. "Vielleicht sind wir ja schlechte Geschäftsleute. Aber die Nettokosten für den Einbau dieser Features waren am Ende deutlich höher, als wenn wir sie einfach weggelassen hätten."
Der offizielle Hinweis auf Steam fällt allerdings weitaus detaillierter aus, als Karchs Aussagen vermuten ließen. Laut der Beschreibung schreiben menschliche Autoren die Story, die Charaktere und die Dialoge der Hauptkampagne komplett selbst. Die KI-Tools kommen demnach ausschließlich zum Einsatz, um Stimmen zu generieren und Teile des Spiels zu lokalisieren.
Anfang 2024 hat Valve die Regeln für Steam angepasst. Entwickler müssen nun zwingend offenlegen, wenn sie generative Künstliche Intelligenz für Assets, Storys oder Stimmen nutzen. Diese Transparenzpflicht soll Spielern bei der Kaufentscheidung helfen.
Die KI-Nutzung, von der Karch eigentlich sprach, steckt in einem separaten, optionalen Free-Ride-Modus. Dieser bietet KI-generierte Passagiermissionen und lokalisierte Dialoge. Der Steam-Hinweis betont jedoch ausdrücklich, dass ihr diesen Modus "komplett überspringen [könnt], wenn [ihr] ausschließlich von Menschen geschriebene Story-Inhalte erleben möchtet".
Außerdem bestätigt der Text, dass die Radiosender im Spiel eine Mischung aus handgemachter und KI-generierter Musik abspielen. Die Entwickler markieren die KI-Sender im Spiel zudem "klar und deutlich als solche".
Karch nutzte die Gelegenheit, um den KI-Einsatz bei Saber generell zu verteidigen. Er verriet, sein PR-Team sei "immer entsetzt, wenn man das Thema auch nur anschneidet". Er selbst sei jedoch jederzeit offen für eine "vernünftige Diskussion darüber, wie KI eure Gaming-Erfahrung bereichern kann und sollte".