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OpenRouter-Deal - Vom Nischen-Tool zum Milliarden-Ziel: Eine KI-Plattform mit mehr als 500 Modellen soll bald einem US-Zahlungsdienstleister gehören
OpenRouter bietet euch mehr als 500 KI-Modelle – und könnte bald einem US-Zahlungsdienstleiter gehören. (Bildquelle: Adobe Stock – Jirsak)
Innerhalb der KI-Branche kommt es aktuell zu einer Konsolidierungswelle. Zwischen Zahlungsdienstleistern, gängigen Kreditkartenfirmen und Cloud-Anbietern herrscht ein Gerangel, wer künftig die Abrechnung von KI-Anbietern kontrolliert. Der US-amerikanische Zahlungsdienstleister Stripe zählt zu dieser Gruppe an Interessenten.
Wie Bloomberg berichtet, soll Stripe zu diesem Zweck bald einen einflussreichen Schritt vollziehen: Angeblich steht der die KI-Routing-Plattform »OpenRouter« vor der Übernahme – für schlappe 7 Milliarden US-Dollar.
Damit hätte sich der Marktwert des erst 2023 gegründeten (und nur bedingt bekannten) binnen weniger Monate Start-ups schlagartig verfünffacht; im Mai 2026 hatte OpenRouter »nur« eine Bewertung von 1,13 Milliarden US-Dollar.
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Hinter OpenRouter steckt ein grundsätzlich einfach Gedanke. Die Plattform als zentraler Zugangspunkt für mehr als 500 KI-Modelle erspart Entwicklern den Infrastruktur-Umbau, der bei einem Modellwechsel erforderlich ist. Eigenen Angaben zufolge zählt OpenRouter damit rund 8 Millionen Nutzer.
Es entbehrt bei aktuellen Lage übrigens nicht einer gewissen Ironie, dass Firmenchef Alex Atallah sein Unternehmen wiederholt als »KI-Äquivalent von Stripe« (via New York Times) bezeichnete.
Ganz neu ist das Interesse indes nicht: Bereits Ende Juli kursierten laut dem Wall Street Journal erste Gespräche über eine Übernahme. Damals ging es noch um ein Volumen von 10 Milliarden US-Dollar, ehe nun die etwas bescheideneren 7 Milliarden US-Dollar zur mutmaßlichen Einigung führten.
Stripe gibt so eine Summe natürlich nicht aus reiner Güte aus. Vielmehr steckt eine schon länger im Gang befindliche Strategie dahinter, denn das US-Unternehmen positioniert sich schon länger nicht mehr nur als bloßer Anbieter für Kartenzahlungen, sondern gleich als ganze Infastrukturschicht für den digitalen Handel.
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