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Elite Force 2: Warum die Story des Star Trek-Shooters nach 9/11 umgeschrieben wurde
Ursprünglich war ein dramatischer Angriff auf die Sternenflottenakademie geplant. Ein Ex-Entwickler erklärt zudem, warum fast der komplette Serien-Cast fehlte.
Die Geschichte des klassischen Star-Trek-Shooters Elite Force 2 wurde nach den Terroranschlägen in New York am 11. September 2001 umgeschrieben.
Das Spiel wurde damals von Ritual Entertainment entwickelt und erschien schließlich im Jahr 2003 für den PC.
Rückblickend hat der damalige Level-Designer und Lead-Scripter Benson Russell, der später zu Naughty Dog wechselte, im Gespräch mit FRVR dieses interessante Detail zum Spiel verraten.
Die Handlung von Star Trek: Elite Force 2 sollte demnach eigentlich mit einem völlig anderen, hochsensiblen Szenario eröffnen – aufgrund der Ereignisse in New York entschied man sich jedoch zu einer Änderung.
Star Trek: Voyager – Elite Force erschien im Jahr 2000 als hochgelobter Shooter von Raven Software. Die Fortsetzung Elite Force 2 wurde 2003 von Ritual Entertainment entwickelt und verlagerte das Setting vom Raumschiff Voyager auf die aus den Kinofilmen bekannte Enterprise-E.
"Ich erinnere mich noch gut", sagt Russell. "Wir arbeiteten gerade an Elite Force 2, als 9/11 passierte. In einer der ursprünglichen Szenen befandet ihr euch an der Sternenflottenakademie. Genau diese sollte plötzlich angegriffen werden. Wir hatten tatsächlich eine Szene eingebaut, in der ein Shuttle direkt in ein Gebäude rast. Aus absolut verständlichen Gründen war das danach natürlich ein absolutes No-Go."
Darüber hinaus erklärte er, warum im Spiel nicht viele bekannte Mitglieder aus dem Cast von Star Trek: The Next Generation auftauchen, obwohl man auf der Enterprise-E stationiert ist.
Grund dafür waren die Verträge der Schauspieler: "Sie besaßen alle eine Equal-Pay-Klausel", erzählt er. "Wenn also eine Person eine Summe X kassierte, mussten wir allen anderen exakt denselben Betrag zahlen."
Letztlich erschien so nur Patrick Stewart als Captain Picard im Spiel, auf den Rest wurde verzichtet.