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Unraid 7.4.0 Beta1 zum Test freigegeben
Mit Unraid 7.4.0 Beta 1 hat Lime Technology die nächste Version seines vor allem im Home-Server- und NAS-Umfeld verbreiteten Betriebssystems zum öffentlichen Test freigegeben. Die erste Beta bringt neben einem aktualisierten Unterbau einige praktische Neuerungen für Docker, die Weboberfläche und die Verwaltung des Systems. Als Kernel kommt Linux 6.18.44 zum Einsatz.
Eine der auffälligsten Neuerungen ist eine gemeinsame Taskleiste für Hintergrundaufgaben. Von Plug-ins, Docker oder virtuellen Maschinen angestoßene Operationen landen künftig in einer gemeinsamen Warteschlange. Laufende Aufgaben lassen sich aus jedem geöffneten Browser-Tab wieder in den Vordergrund holen. Gleichzeitig wurden die zugehörigen Dialoge so angepasst, dass sie sich besser an die Größe des Browserfensters anpassen.
Für Anwender, die Unraid intensiv als Container-Host einsetzen, dürfte vor allem die erweiterte Docker-Netzwerkverwaltung interessant sein. Container-Templates können nun mehrere benutzerdefinierte Netzwerke gleichzeitig verwalten. Zusätzliche Netzwerkverbindungen bleiben auch erhalten, wenn ein Container nach einem Image-Update neu erstellt wird. Bislang mussten solche Konfigurationen anschließend teilweise erneut vorgenommen werden. Darüber hinaus lässt sich in der erweiterten Ansicht jetzt direkt ein Speicherlimit für Container festlegen. Beim Eintragen einer URL für das Container-Icon zeigt die Oberfläche zudem eine Vorschau an.
Neu ist außerdem eine Einstellung für das Verhalten des physischen Power-Tasters. Unter den Energieoptionen kann festgelegt werden, ob ein Druck auf den Schalter den Server herunterfährt, neu startet oder ignoriert wird. Das kann insbesondere bei Systemen sinnvoll sein, deren Einschaltknopf leicht versehentlich betätigt werden kann. Ebenfalls überarbeitet wurde die Sicherung des Boot-Mediums. Backups des Flash-Laufwerks lassen sich direkt herunterladen oder auf dem Server speichern, wobei Unraid künftig den Fortschritt anzeigt.
Unter der Haube aktualisiert die Beta insgesamt 68 Pakete und behebt damit einige Sicherheitsprobleme. Sicherheitskorrekturen stecken unter anderem in BIND, OpenSSH, PHP, Samba, wpa_supplicant, libssh und X.Org Server. Docker steigt von Version 29.5.3 auf 29.7.1, ZFS 2.4.3 wurde für den neuen Kernel neu gebaut. Neu hinzugekommen ist mit ledctl zudem ein Werkzeug zur Steuerung von LEDs an Laufwerksgehäusen. Für WLAN-Adapter mit Realtek-Chips der RTW88-Familie 8812A, 8814A und 8821A liefert Unraid nun die benötigten Kernel-Module und Firmware mit.
Daneben behebt die Beta verschiedene kleinere Probleme. So soll die Suche nach Plug-in-Updates nicht mehr durch ein einzelnes langsames oder nicht erreichbares Plug-in ausgebremst werden. Fehler bei der Update-Prüfung werden deutlicher angezeigt. Der Dateimanager behält bei exklusiven Shares außerdem den Pfad unter /mnt/user/ bei, anstatt auf den zugrunde liegenden Datenträger- oder Pool-Pfad zu wechseln. Auch bei der Virtualisierung und beim Start verschlüsselter Arrays wurden Fehler beseitigt.
Lime Technology empfiehlt den Einsatz von Unraid 7.4.0 Beta 1 zunächst auf nicht produktiv genutzten Systemen und bittet Tester, gefundene Fehler über den neuen Bugtracker zu melden.