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Mondsonde der NASA liefert Bilder von Falcon-9-Absturzstelle
Zwei Wochen nach dem Einschlag einer Falcon-9-Oberstufe auf dem Mond hat die NASA Bilder des Einschlagsortes veröffentlicht. Sie stammen von der Mondsonde LRO.
Vollmond (Symbolbild): Pprofessionelle und Amateurastronomen halfen, den Aufschlagort auszumachen.
Die Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) hat den Einschlagskrater gefunden, den die Oberstufe einer Falcon-9-Rakete auf dem Mond hinterlassen hat. Die Raketenstufe schlug Anfang August auf dem Mond auf. Erste Bilder lieferte die südkoreanischen Sonde Danuri.
Der Krater sei etwa 18 Meter groß und etwas weniger als 3 Meter tief, teilt US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) mit. Die Tiefe konnten die NASA-Experten aus der Länge des Schattens ermitteln. Die Bilder entstanden demnach am 11. und 12. August.
Um den Einschlagskrater herum sind helle und dunkle Streifen zu sehen. Die dunkleren stammen von Staub und Gesteinsbrocken aus den oberen etwa 45 Zentimetern des Mondbodens. Durch den Sonnenwind, kosmische Strahlung sowie Mikrometeoriteneinschläge sei es dunkel gefärbt worden. Die helleren Streifen bilden frisches Material aus tieferen Schichten des Mondbodens.
Sechs Tage dauerte es nach dem Aufprall, bis LRO den Einschlagsort auf der Nordhalbkugel des Mondes überflog. Der Orbiter passierte die Stelle in einer Höhe von knapp 100 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von einer Meile pro Sekunde, umgerechnet knapp 5800 Kilometer pro Stunde. Um Bilder der Einschlagstelle aufnehmen zu können, wurde die Ausrichtung der Sonde angepasst, um die Kameras entsprechend einrichten zu können.
Dabei musste das Timing stimmen: Zehn Sekunden zu früh oder zu spät auszulösen, hätte bedeutet, dass der Krater um 16 Kilometer aus der Bilditte gerückt wäre. Die eingesetzte Kamera von LRO kann aus fast 100 Kilometern Entfernung Strukturen ab knapp einem Meter auf dem Mond erfassen.
Die Falcon-9-Oberstufe ist am 15. Januar 2025 mit den Landern Blue Ghost des US-Unternehmens Firefly Aerospace und Resilience des japanischen Start-ups Ispace an Bord gestartet. Nach dem Aussetzen verglühte die Stufe nicht, sondern kreiste weiter im Orbit.
Der Einschlag auf dem Mond am 5. August wurde mit Spannung erwartet, weil vermutet wurde, dass er von der Erde aus zu sehen sein könnte. Das war jedoch nicht der Fall. Lediglich ein sehr starkes Teleskop in Chile, das von der Europäischen Südsternwarte (European Southern Observatory, ESO) betrieben wird, konnte ihn beobachten. Die ersten Bilder lieferte nach wenigen Tagen die Mondsonde Danuri der südkoreanischen Raumfahrtbehörde Korean Space Administration (KASA).
Die Einschlagstelle zu finden, war nicht so einfach. Die NASA nahm dabei Hilfe professioneller wie Amateurastronomen in Anspruch. Zusätzlich stellte die KASA Daten Danuris zur Verfügung.