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OLEDs: Kann Apple iPhone-Kosten durch Nachverhandlung reduzieren?
Apple hat wenig Handhabe gegen die galoppierenden DRAM- und Flash-Preise. Nun wird Druck auf andere Komponentenhersteller ausgeübt, heißt es.
iPhone-Display: Da lässt sich noch was rausverhandeln.
Bis zu 38 Prozent teurer sollen die für das iPhone 18 Pro benötigten Komponenten Marktanalysen zufolge sein. Grund ist vor allem die RAM-Inflation sowie die gleichzeitige Verteuerung beim Flash-Speicher. Nun versucht Apple, an anderer Stelle Einsparungen vorzunehmen – neben einer verbesserten (und vor allem vergrößerten) Lagerhaltung. Laut Berichten aus Südkorea übt Apple unter anderem Druck auf seine OLED-Produzenten aus, damit diese ihre Tarife senken. Betroffen sind LG Display und Samsung Display. Denkbar ist auch, dass Apple zumindest für Hardware in China wieder stärker auf den örtlichen Anbieter BoE setzt.
Angeblich plant Apple, die Bildschirmkosten selbst beim bisherigen Top-iPhone, dem Pro-Max-Modell, zu reduzieren. Dabei geht es keineswegs um kleine Anpassungen. Stattdessen hätte Apple für das kommende iPhone 18 Pro Max beispielsweise gerne, dass pro OLED-Panel nur noch 68 statt derzeit bis zu 120 US-Dollar anfallen. Die Gespräche laufen angeblich schon mehrere Wochen.
Während es bei RAM, Flash und NAND weitere Großeinkäufer im KI-Bereich gibt, die Apple in eine ungewohnt schwierige Verhandlungsposition bringen, ist dies bei Smartphone-Panels nicht der Fall. Die ganze Branche, mit Ausnahme Apples und teilweise Samsungs, leidet unter Verkaufsrückgängen. Zudem gibt es im von Apple benötigten High-End-Segment wenig Konkurrenz, insbesondere bei den angefragten Stückzahlen. Industrieinsidern zufolge sorgt der Preisdruck bei Halbleitern auch dafür, dass die Komponentenverkäufe für Smartphones insgesamt zurückgehen, was die Position der Display-Konzerne weiter verschlechtert.
Laut südkoreanischen Berichten soll es Apple zudem erstmals gelungen sein, die OLED-Kosten bei Samsung Display und LG Display auf das gleiche Niveau herunterzuführen. Zuvor habe LG Display mehr verlangt. Die Fertigung wird indes komplexer: Beim iPhone 18 Pro und 18 Pro Max erwarten Beobachter den Einsatz einer verbesserten LTPO-Technik („LTPO+“) mit weniger Stromverbrauch und besserem Kontrast.
Samsung Display und LG Display hängen auch noch an anderer Stelle am Kunden Apple. So stellen Sie auch OLED-Panels für das iPad Pro sowie vermutlich auch das neue MacBook Ultra mit Touchscreen her. Samsung Display soll wiederum vermutlich einziger Lieferant für die Panels im ersten Apple-Foldable sein. Es könnte deutlich über 2000 Euro kosten. Immerhin: Insbesondere dank Apple freut man sich bei den Südkoreanern derzeit über gute Geschäfte. Grund sollen sowohl gute iPhone-Verkäufe als auch Vorbereitungen auf das nächste Quartal sein, denn Apple füllt wie erwähnt schon mal seine Lager (beziehungsweise die seiner Endmonteure).
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