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The Duskbloods ist das Spiel, das mir die Switch 2 schmackhaft gemacht hat – dabei hasse ich eigentlich PvP
Wir haben das Action-Rollenspiel angespielt. Erfahrt in der Vorschau, wie kluge Taktiken und Verbündete den knallharten Multiplayer extrem zugänglich machen.
Als FromSoftware The Duskbloods ankündigte, war ich gleichzeitig unglaublich neugierig und ziemlich skeptisch. Ein neues FromSoftware-Spiel? Her damit! Ein PvPvE-Multiplayer-Spiel, in dem ich mich am Ende mit anderen Soulslike-Spielern prügeln soll? Vielleicht doch nicht. Und dann noch auf der Switch 2? Mir war das Spiel nicht ganz geheuer.
The Duskbloods ist ein neues PvPvE-Actionspiel von FromSoftware für die Nintendo Switch 2. Bis zu acht "Bloodsworn" kämpfen in den DuskBattles gegeneinander und gegen NPCs. Dabei können sie Kin beschwören, die sie im Kampf begleiten und unterstützen.
Offen gestanden, ich bin kein Fan von PvP-Titeln. Gebt mir einen schweren Boss, lasst mich 20-mal gegen ihn sterben und irgendwann völlig übermüdet doch noch gewinnen – damit kann ich arbeiten. Aber gegen andere Spieler anzutreten, die möglicherweise seit Jahren nichts anderes machen, als Kontrahenten in schwitzigen Battles auseinanderzunehmen? Nein, danke. Allein bei dem Gedanken daran hatte ich schon ein wenig Angst vor The Duskbloods.
Umso überraschter war ich, als ich das neue Spiel von FromSoftware mehrere Stunden ausprobieren durfte. Denn nach ungefähr sechs bis acht Stunden, mehreren DuskBattles und sogar einem Sieg musste ich feststellen: The Duskbloods funktioniert erstaunlich gut für jemanden wie mich.
The Duskbloods ist keine klassische Soulslike-Erfahrung und ich glaube, das muss man direkt verstehen. Wer hier Elden Ring mit acht Spielern erwartet, dürfte ziemlich überrascht werden. Das Grundgefühl ist weiterhin da. An vielen Stellen erkennt man sofort die Handschrift von FromSoftware, obwohl sich The Duskbloods deutlich schneller und dynamischer spielt. Die sogenannten Bloodsworn sind schließlich keine normalen Menschen. Sie können riesige Sprünge machen, bewegen sich schnell über die Karte und ernähren sich vom Blut ihrer Gegner.
Das Blutsaugen verursacht dabei nicht nur ordentlich Schaden, sondern kann NPC-Gegner teilweise sogar zu Verbündeten machen. Plötzlich könnte euch also eine kleine Armee hinterherlaufen. Gerade diese Geschwindigkeit hat mich überrascht. Ich hatte vor meinem Anspieltermin erwartet, dass ein Soulslike-Kampfsystem in einem PvPvE-Spiel vielleicht etwas schwerfällig wirken könnte.
Ihr rennt eigentlich ständig irgendwohin. Ihr sucht Gegenstände, besiegt Gegner, sammelt Virtue, sucht euch ein Kin (das sind NPC-Begleiter, die ihr während eines Matches finden könnt und die euch anschließend unterstützen), levelt euren Charakter oder versucht, während der Ritualsite irgendwie nicht von einem anderen Spieler erschlagen zu werden. Und genau dadurch entstand bei mir dieses gefährliche "Eine-Runde-geht-noch"-Gefühl.
Ich habe irgendwann komplett vergessen, wie lange wir eigentlich schon gespielt hatten. Als es hieß, dass wir langsam zum Ende kommen müssten, dachte ich wirklich, dass ich vielleicht zwei oder drei Matches hinter mir hätte. Nope. Es waren deutlich mehr.
Das Verrückteste an The Duskbloods ist für mich aber, wie wenig ich mich als PvE-Spielerin teilweise mit anderen Spielern beschäftigen musste. Ein normales DuskBattle besteht aus mehreren Phasen, in denen ihr euch vorbereitet, euren Charakter verbessert und Virtue sammelt. Diese Punkte entscheiden darüber, ob ihr später überhaupt weiterkommt. Und Virtue bekommt ihr nicht ausschließlich dadurch, dass ihr andere Spieler tötet. Das war für mich wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis während der gesamten Spielzeit.