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Pixel Watch 5 im Test: Die wichtigsten Neuerungen stecken unter der Haube
von Benjamin Mamerow
20. Aug. 2026 |
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Es gibt Geräte, die einen beim ersten Anschauen sofort begeistern, weil sich das komplette Design verändert hat. Die Pixel Watch 5 gehört nun wirklich nicht dazu, da sie dem Vorgänger quasi wie ein Ei dem anderen gleicht. Google hat sich in diesem Jahr dazu entschieden, die Baustelle unter der Haube zu bearbeiten, statt am Äußeren zu schrauben. Ob dieser Ansatz aufgeht, habe ich mir in den vergangenen Tagen genauer angeschaut.
Zwei Gehäusegrößen stehen weiterhin zur Auswahl, 41 und 45 Millimeter, jeweils in Wi-Fi- und LTE-Varianten erhältlich. Das kleinere Modell wiegt ohne Armband 31 Gramm, das größere kommt auf 36,7 Gramm – beide bleiben bei einer Bauhöhe von 12,3 Millimetern. Wer die Vorgängergeneration am Handgelenk trug, wird sich hier also blind zurechtfinden, inklusive der bewährten Schnellwechsel-Mechanik für die Armbänder.
Die runde Form mit der Glaskuppel bleibt erhalten, und ich muss zugeben, dass mir das nach wie vor gefällt. Neu ist die zweite Generation des Active Bands, das aus einem HNBR-Kautschuk gefertigt wird und sich spürbar weicher und weniger „klebrig“ anfühlt als das alte Silikonarmband. Ich habe hingegen direkt mein Gewebe-Armband von der Pixel Watch 4 ummontiert, gummiartige Armbänder lösen bei mir relativ schnell Hautirritationen aus.
Beim Display bleibt Google den Werten von Modell 4 treu: 3.000 cd/m² Spitzenhelligkeit sorgen dafür, dass man das Zifferblatt auch bei praller Mittagssonne noch mühelos ablesen kann. Nach wie vor kommt das gebogene Gorilla Glass 5 zum Einsatz, was angesichts der Konkurrenz, die inzwischen teils robusteres Saphirglas verbaut, ein wenig veraltet wirkt.
Unter der Haube werkelt der Snapdragon W5 Gen 2 Accelerated, unterstützt von einem Cortex-M55-Coprozessor, der stromsparende Aufgaben wie die Always-on-Anzeige oder die kontinuierliche Herzfrequenzmessung übernimmt. Google spricht von rund 12 Prozent mehr Rechenleistung im Vergleich zur Vorgängerchip-Generation, was sich in der Praxis vor allem beim Wechsel zwischen Apps und beim Öffnen komplexerer Watchfaces mit vielen Komplikationen bemerkbar macht. Der Arbeitsspeicher wurde von 2 auf 3 Gigabyte aufgestockt, der interne Speicher auf 64 Gigabyte verdoppelt.
Trotz leicht gewachsener Akkukapazitäten – 332 mAh beim kleinen und 465 mAh beim großen Modell, bleibt die offizielle Laufzeitangabe nahezu unverändert: bis zu 30 Stunden für die 41-Millimeter-Version und bis zu 40 Stunden für das 45-Millimeter-Modell, jeweils mit aktiviertem Always-on-Display. In der Praxis konnte ich das größere Modell bei alltäglicher Nutzung inklusive nächtlicher Schlafmessung und gelegentlichem GPS-Tracking über einen ganzen Werktag plus einen ordentlichen Puffer betreiben, was für eine Smartwatch mit so hellem Display beachtlich ist.
Wer öfter sportelt oder die Displayhelligkeit dauerhaft hochdreht, wird die Ladestation dagegen weiterhin täglich brauchen. Immerhin geht das Aufladen zügig: In etwa 15 Minuten sind 50 Prozent erreicht, nach rund einer Stunde steckt die 45-mm-Version wieder komplett voll in der Steckdose.
Google hat bei der Sensorik die vorhandene Hardware weiter verfeinert. Der optische Herzfrequenzsensor, die Sauerstoffsättigungsmessung sowie der cEDA-Sensor zur Erfassung der Hautleitfähigkeit arbeiten weiterhin zuverlässig. Verbessert wurde aber vor allem die Genauigkeit der GPS-Ortung, die dank Dual-Frequency-Empfang und der Unterstützung mehrerer Satellitensysteme (GPS, Galileo, GLONASS, BeiDou, QZSS und NavIC) auch in dicht bebauten Städten oder unter Bäumen deutlich präziser arbeitet als noch beim Vorgängermodell.
Die Software der Pixel Watch 5 rundet aber das Gesamtpaket am meisten ab. Wear OS 7.0 bringt spürbar mehr Komplikationsfelder auf die Zifferblätter, sodass sich mehr Informationen auf einen Blick unterbringen lassen, ohne dass die Anzeige überladen wirkt. Die „Auf einen Blick“-Funktion lief