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l+f: Wörterbuchverlag beweist Humor
Der Wörterbuchverlag Merriam-Webster beweist mit einem Beitrag auf X Humor.
Der Verlag Merriam-Webster hat auf X einen Post veröffentlicht, der insbesondere IT-Sicherheitskennern ein Lächeln ins Gesicht zaubern dürfte. Die Macher des renommierten Wörterbuchs schreiben dort: „Wenn du ein neues Passwort brauchst, haben wir ein ganzes Buch voller Vorschläge.“ Die erste Antwort darauf lautet: „Zufälligerweise gibt es auch eine Passwort-Knack-Technik, die nach euch benannt ist.“ Darauf reagiert der Verlag mit einem überrascht wirkenden „Oh nein“.
Mit seinem ersten Beitrag spielt der Wörterbuch-Verlag auf den gängigen Sicherheitshinweis an, anstatt auf ein herkömmliches Passwort auf eine Passphrase zu setzen. Da es bei der Knackbarkeit von Passwörtern vor allem auf die Länge ankommt und weniger auf die Komplexität, sind Passphrasen inzwischen der beste Ratschlag, wenn es zwingend noch ein Passwort sein muss. c’t-Redakteur Ronald Eikenberg hat das auch einmal im Video erklärt. Der Kommentar in der Antwort darauf zielt hingegen auf die sogenannte Wörterbuch-Attacke ab, wobei Angreifer häufig verwendete Wörter und deren Kombinationen mit (einfachen) Schemata austesten.
Besonders komplexe Passwörter nach Regelwerken wie Groß- und Kleinschrift, Sonderzeichen und Zahlen führen entweder dazu, dass Nutzerinnen und Nutzer solche Passwörter nach zu einfachen Regeln erstellen, die dadurch leichter zu knacken sind. Oder sie können sich schlechtestenfalls diese Passwörter aber gar nicht merken – gut, dagegen gibt es als Abhilfe Passwortmanager. Jedoch schaffen es Passphrasen mit wenigen einfachen Worten bereits, herausragende Passwortlängen zu erreichen. Zudem kann man sie sich gut merken, wenn sich daraus etwa eine kleine Geschichte oder Situation als Gedächtnisstütze erstellen lässt.
Auch die Macher des Web-Comics xkcd haben dem Thema ein Comic gewidmet. Sie unterschreiben ihren Comic-Strip mit der spitzen Zusammenfassung: „In den vergangenen 20 Jahren haben wir allen erfolgreich antrainiert, Passwörter zu nutzen, die für Menschen schwer zu merken, für Computer jedoch leicht zu erraten sind.“
In der Reihe „lost+found“ greifen wir unregelmäßig News-Schnippsel auf, die es eigentlich nicht zur eigenen Meldung schaffen würden, aber schlicht zu schade für den digitalen Mülleimer sind. Hier finden Sie weitere Highlights aus unserer Sammlung.
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