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Horizon Hunters Gathering: Sonys Live-Service scheitert schon vor dem Start
Sony kämpft weiter mit Live-Service-Spielen, diese Regel gilt auch 2026. Jüngster Beleg für diese These ist Horizon Hunters Gathering. Die Multiplayer-Auskopplung der Einzelspieler-Serie musste einem Bericht zufolge neu ausgerichtet werden – weil sie in ersten Tests niemand mochte.
Während die Einzelspieler-Titel der Horizon-Serie echte Hits waren, sieht es für die Multiplayer-Auskopplung Horizon Hunters Gathering düsterer aus. Laut einem Bericht von Bloomberg, der auf Quellen aus dem Studio zurückgreifen kann, fielen erste Tests mit Spielern Anfang des Jahres ernüchternd aus. Das Feedback sei negativ gewesen, heißt es darin. Die Idee, Robo-Dinos in einer Monster-Hunter-Variante in Dreierteams zu jagen, geht demnach nicht recht auf.
Aktuell hat Sony das Projekt aber noch nicht aufgegeben, heißt es weiter. Guerilla Games habe bis Dezember Zeit das Spiel zu verbessern und im Rahmen des nächsten Entwicklungsmeilensteins ein unterhaltsameres Produkt zu präsentieren.
Was sich jetzt schon sagen lässt, ist, dass Hunters Gathering der nächste Live-Service-Fehlschlag ist. Aktuell plant Guerilla Games ohne das Live-Service-Element, schreibt Bloomberg, und baut Hunters Gathering zu einem „traditionellen Loop-Multiplayer-Spiel mit Story-Modus und kleinerem Umfang“ um. Das Reboot des Projekts soll seit Juni in Arbeit sein. Alleine das unterstreicht, wie schlecht die internen Bewertungen ausgefallen sein müssen.
Der neue Fehlschlag kostet Sony mehr als nur Geld, auch das lässt sich schon jetzt sagen, und unterstreicht, wie sehr der Konzern sich mit Spielen nach dieser Machart schwer tut. Alle größeren Studios im PlayStation-Kosmos sind bislang mit Live-Service-Spielen gescheitert, selbst die ausgewiesenen Spezialisten bei Bungie kämpfen gerade um Marathon. Weder God of War noch The Last of Us haben entsprechende Titel hervorgebracht.
Das wird Folgen haben, die exemplarisch an Hoirzon deutlich werden. Denn laut Bloomberg hat sich Guerilla Games fast ausschließlich mit Hunters Gathering befasst. Ein weiteres Einzelspieler-Projekt, das das immerhin vier Jahre alte Horizon: Forbidden West fortsetzt, ist demnach noch nicht in Arbeit und das in Anbetracht von dessen überdeutlichem Erfolg.
Das wird Folgen für die Marke und das PlayStation-Portfolio haben, die zwar real, aber schwer in Zahlen zu fassen sind, etwa durch Lücken in der Veröffentlichungs-Pipeline und geringerem Interesse an Spielen der Marke. Und es hinterlässt die banale Erkenntnis, dass Sony an der Stärke seiner Studios und teils den Wünschen seiner Zielgruppe vorbeiplant – denn die einen sind ausgewiesene Einzelspieler-Experten, die anderen überdurchschnittlich interessiert an ihnen.