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PS5-Protest gestartet: Spieler ziehen aus Wut auf Sony den Stecker
Um gegen das geplante Aus von Disc-Spielen zu demonstrieren, legen PlayStation-Nutzer ihre Konsolen komplett still. Sony zeigt sich bisher unbeeindruckt.
Die angekündigte Protestwoche gegen Sonys Entscheidung, die Produktion von PlayStation-Discs ab Anfang 2028 einzustellen, hat begonnen.
Mit dem PlayStation-Blackout wollen die Initiatoren dafür sorgen, dass die Zahl der aktiven User – ein wichtiger Performance-Faktor für das Unternehmen – über mehrere Tage hinweg spürbar sinkt.
Die Initiatoren des Protests rufen dazu auf, die Konsolen bis mindestens zum 30. August 2026 komplett vom Stromnetz zu trennen. Das bedeutet ganz konkret: keine Logins, kein Zocken und erst recht keine Käufe im PlayStation Store.
Der Trend zu rein digitalen Verkäufen zeichnet sich seit Jahren ab. Schon beim Start der PlayStation 5 im Jahr 2020 bot Sony eine reine Digital Edition an. Branchenexperten werten den Schritt weg von physischen Discs als logische, wenn auch für Fans schmerzhafte Konsequenz.
Laut dem jüngsten Finanzbericht verzeichnet Sony rund 125 Millionen monatlich aktive Spielerinnen und Spieler – ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Damit die Protestwoche tatsächlich einen erfolgreichen Eindruck hinterlässt, müsste dieser Wert in den kommenden Tagen deutlich sinken. Von außen lässt sich allerdings schwer einschätzen, wie viele Leute sich tatsächlich beteiligen und ob sie sich zu 100 Prozent an den Aufruf halten und ob man das bei Sony überhaupt groß mitbekommt.
Sonys CFO Lin Tao zeigte sich zuletzt gegenüber Investoren unbeeindruckt im Hinblick auf mögliche Boykotte und PS-Plus-Kündigungen. Aktuell spüre das Unternehmen keinerlei "Auswirkungen auf unser Geschäft".
Sony wants to abandon fans? Let's give them a small taste of their own medicine!Together with other creators we call for a 1 week #PSBlackout in August. No logins, no play sessions, no purchases on any of Sony's platforms. pic.twitter.com/v6JvdvbHLD
Trotz allem ist die Protestwoche eine Möglichkeit, sich weiter Gehör zu verschaffen, zumindest in der Öffentlichkeit. Beim japanischen Konzern ist wohl eher davon auszugehen, dass man das alles weiterhin aussitzt.
Die Kritik am Unternehmen bekam zuletzt auch der Third-Party-Titel Phantom Blade Zero von S-Game während seiner State-of-Play-Präsentation ab. Unterdessen rechnet ein früherer Square-Enix-Manager sogar damit, dass das Ende der Disc-Spiele den PlayStation Store günstiger machen könnte.