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Marktbericht: Bitcoin meldet sich fulminant zurück
Was ist los beim Bitcoin? In wenigen Tagen ist die Kryptowährung um mehr als 25 Prozent nach oben geschossen. Experten machen vor allem drei Kurstreiber aus.
2026 war bisher kein gutes Jahr für Krypto-Anleger. Der Bitcoin, der im Januar noch mit der Marke von 100.000 Dollar geliebäugelt hatte, fand sich Ende Juni unter 60.000 Dollar wieder. Vor allem die steigenden Zinsen und veränderten Zinserwartungen hatten die digitale Währung belastet.
Seit wenigen Tagen ist aber wieder viel Bewegung in den Markt gekommen. In der vergangenen Woche schoss der Bitcoin zeitweise um mehr als 25 Prozent in die Höhe. Vor einer Woche waren noch unter 63.000 Dollar für eine Einheit fällig, heute kostet sie über 78.000 Dollar.
Was steckt hinter dem plötzlichen Anstieg? "Der Dreiklang aus politischem Rückenwind aus Washington, einer Beruhigungspille für den US-Anleihemarkt und der sukzessiven Auflösung von Leerverkaufspositionen fungiert als Zünglein an der Waage", schrieb Timo Emden, Chefmarktanalyst bei Captrader, bereits am Freitag.
Aus Washington kamen gleich zwei Kurstreiber für die Kryptowährung: Zum einen hatte US-Finanzminister Scott Bessent mit der Ankündigung überrascht, dass er den geplanten Rückkauf länger laufender Staatsanleihen von zwei auf mindestens vier Milliarden Dollar aufstocken will. Diese Maßnahme, die die längerfristigen Renditen am Anleihemarkt drücken und damit die Märkte beruhigen soll, wurde aber am Edelmetall- wie am Kryptomarkt eher als Krisenzeichen gewertet.
Denn die hohen Renditen sind auch Ausdruck der Sorge um die hohe Staatsverschuldung, und der Rückkauf, der mit neuen Schulden finanziert werden muss, ändert an dieser Sorge nichts. Verfechter von Kryptowährungen verweisen denn auch häufig auf die hohe Schuldenlast, die das Vertrauen in die etablierten Währungen erodieren lasse.
Der Anleiherückkauf gleiche "dem Versuch, einen fiskalischen Flächenbrand mit einem Eimer Wasser zu löschen", meinte etwa Dominic Weibel vom Krypto-Finanzdienstleister Bitcoin Suisse. "Gold und Bitcoin haben diese Botschaft entsprechend sofort verstanden und im Tandem zugelegt."
Marktbericht
10.08.2026
Am Rohstoffmarkt fällt der Goldpreis mit einer deutlichen Erholung auf. Ein Kurstreiber sind die Zinserwartungen.
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Zweitens hatte sich US-Präsident Donald Trump am vergangenen Mittwoch mit Vertretern führender Krypto-Unternehmen wie Coinbase, Ripple und Gemini sowie der Aufsichtsbehörden getroffen. Dabei stellte er eine stärkere Unterstützung der Branche in Aussicht, um im geopolitischen Wettbewerb vor China zu bleiben.