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M6 und M5 Ultra: Apples erster 2-nm-Chip und das neue Flaggschiff
Der M6 ist noch vor dem kolportierten A20 Pro der erste Apple-Silicon-Chip aus der neuesten 2-nm-Fertigung. Er feiert seine Premiere im aktualisierten Mac mini. Im gleichen Zug hat Apple heute den M5 Ultra vorgestellt, das neue M5-Flaggschiff für den Mac Studio, das sich mit maximal 512 GB Unified Memory konfigurieren lässt.
Apple gibt an, für den M6 jeden Compute-Block überarbeitet und verbessert zu haben. Die neue 2-nm-Fertigung ermögliche eine höhere Transistordichte bei gleichzeitig kleinerem Die. Der M6 soll signifikante Fortschritte bei Leistung und Effizienz machen.
Den Anfang macht eine neu entwickelte CPU, die sich neuerdings aus 12 Kernen und damit zwei mehr als beim M5 zusammensetzt. Waren es beim M5 noch vier „Super Cores“ und sechs Efficiency Cores, setzt der M6 auf nur noch zwei „Super Cores“, dafür aber vier neue Performance Cores und erneut sechs Efficiency Cores. Eine „gebinnte“ Variante des M6 gibt es zumindest im Mac mini nicht. Die könnte theoretisch später noch im MacBook Air folgen.
Das Ergebnis sei die „world’s fastest single-threaded performance“, begleitet von einer 20 Prozent höheren Multi-Thread-Leistung im Vergleich zum M5. Vom M1 zum M6 gibt Apple eine Multi-Thread-Leistungssteigerung von 140 Prozent an.
Die neuen Performance Cores sind dabei sozusagen das Arbeitstier im neuen CPU-Komplex. Die Super Cores sollen durch Single-Thread-Workloads rennen (und dann wieder stillgelegt werden), die Performance Cores hingegen weniger verbrauchen und die Super Cores bei anspruchsvollen Multi-Thread-Lasten unterstützen. Die Efficiency Cores seien hingegen für alltägliche Hintergrundaufgaben auf dem Mac zuständig.
Apples neue GPU wechselt ebenfalls zu mehr Kernen, auch hier sind neuerdings maximal zwölf statt zehn Kerne zugegen. Jeden GPU-Kern ergänzt Apple um einen Neural-Beschleuniger. Die Spitzenleistung liege bei AI-Workloads 30 Prozent oberhalb des M5 und beim Achtfachen des ersten M1. Der M6 bietet aber auch 20 Prozent mehr Kerne als der Vorgänger. Die neue GPU soll KI-Prompts lokal ausgeführter LLMs deutlich schneller verarbeiten.
Die Grafikeinheit des M6 führt laut Apple außerdem eine neue Shader-Core-Architektur ein und unterstützt abermals Dynamic Caching und Hardware-Raytracing. Die neue Architektur liefere eine 50 Prozent höhere Geometrierate als im M5, sie kann demnach 50 Prozent mehr geometrische Grundelemente – meist Dreiecke – pro Sekunde verarbeiten, transformieren und an die Raster-Einheiten weiterleiten.
Premiere feiert im M6 eine Dual-Neural-Engine mit jeweils 16 Kernen, also insgesamt 32 Kernen. Das verdeutlicht die Neuausrichtung von Apple Silicon hin zu den Anforderungen heutiger künstlicher Intelligenz. In der Spitze soll damit die doppelte Leistung für lokal ausgeführte KI geboten werden. Das zeigt aber auch, dass die Neural Engine selbst nicht schneller geworden ist, da sie mit doppelt so viel Kernen „lediglich“ die doppelte Leistung der Engine mit 16 Kernen aus dem M5 erreicht. System-Frameworks können auf beide Engines parallel zugreifen, erklärt Apple.
Unverändert bleibt für den M6 der maximal angebotene Unified Memory: Es sind weiterhin 32 GB – mit kleineren Abstufungen. Apple erwähnt nicht den Speicherstandard, also ob LPDDR5X oder bereits LPDDR6 zum Einsatz kommt, aber die Steigerung der Speicherbandbreite um lediglich 10 Prozent auf jetzt 170 GB/s statt vorher 153,6 GB/s spricht nur für schnelleren LPDDR5X.
Ganz am anderen Ende des Leistungsspektrums steht der neue M5 Ultra als Flaggschiff der bislang aus M5, M5 Pro und M5 Max bestehende M5-Familie. Den M5 Ultra reicht Apple für den aktualisierten Mac Studio nach, der bislang mit M4 Max oder älterem M3 Ultra zur Auswahl stand.