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Firewalling jetzt auch im Switch: Ciscos neues Release für Nexus-Smart-Modelle
Mit einem neuen Release führt Cisco den DPU Security Modus ein, der Layer 4 Stateful Firewalling direkt auf den Data Processing Units der Switche ermöglicht.
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Cisco veröffentlicht mit dem Release NX-OS 10.6(3s)F den neuen DPU (Data Processing Unit) Security Modus, wodurch nun Layer 4 Stateful Firewalling im Rechenzentrum direkt auf den DPUs der Switche ohne Hairpinning mit bis zu 800G Durchsatz stattfinden kann. Zudem steht nun auch die Hypershield als On-Premises Controller bereit, um die Firewall-Richtlinien auch lokal verwalten zu können.
Cisco hatte vor einiger Zeit seine Nexus 9000 Smart Switches wie den N9348Y2C6D-SE1U und N9324C-SE1U als Top-of-Rack-Switches mit DPU veröffentlicht. Bisher fehlte jedoch noch mit dem DPU-basierenden Firewalling noch das entscheidende Feature, um einen echten Mehrwert für die Kunden zu generieren. Mitbewerber, wie HPE mit der CX 10000 Serie hatten dies bereits seit einiger Zeit im Programm, wobei dort im Bereich der Verwaltung von Richtlinien auf den AMD Pensando Policy and Services Manager gesetzt wird. Cisco liefert mit Hypershield die Verwaltung aus dem eigenen Haus, obwohl die DPUs ebenfalls von AMD kommen.
Um den Datenverkehr auf die DPU umzuleiten, bieten die Switche Layer-2-Mikrosegmentierung über ein Service-VLAN, Receive-Only-VLAN-Zuordnung und Enhanced Proxy-ARP oder Umleitung eines VLANs oder VRFs (Routing-Instanzen) auf die DPU. Zudem beherrschen die Switches auch VRF-übergreifende Überprüfung. Dabei unterstützen die Switches auch Sicherheitsüberprüfungen in EVPN/VXLAN-Overlay-Lösungen.
Ebenfalls liefert Cisco auch Hochverfügbarkeits-Funktionen, um auch in Ausfallsituationen einzelner Switches oder DPUs die Weiterleitung von Datenpaketen sicherzustellen (Layer 2 und Layer 3). Für die Nachverfolgung der nun komplexeren Pfade innerhalb des Switches zwischen NPU (Network Processing Unit) und DPU bietet Cisco einen Packet Tracer, der den genommenen Pfad des Pakets sichtbar macht.
Um die neuen Funktionen nutzen zu können, muss der Kunde im Bereich der Lizenzierung jedoch auf die teuerste Lizenzierung namens DCN-Premier für die Switche zurück greifen und benötigt zusätzlich noch eine Hypershield-Lizenz für die Verwaltung der Richtlinien.
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