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heise+ | Elektroautos laden: Den rollenden Speicher wirtschaftlich nutzen
Den Energiegehalt von Batterien wirtschaftlich nutzen, um mit dem E-Auto am Strommarkt teilzunehmen? Der Rollout ist zäh, doch das dürfte sich rasch ändern.
Viele Elektroautos von Volkswagen und anderen Marken sind fürs bidirektionale Laden vorbereitet. Jede Traktionsbatterie kann Strom aufnehmen, speichern und abgeben. Das ist klar. Neu beim bidirektionalen Laden ist, dass das Elektroauto zum Teilnehmer am Strommarkt wird: Es kann bei niedrigen Börsenkursen einkaufen, bei hohen verkaufen und so Geld verdienen.
Ein Puzzle ist eine Geduldsübung: Es kann einen zur Verzweiflung treiben, wenn alle Teile vollzählig vorhanden sind, aber kein geschlossenes Bild ergeben. Irgendwann finden sich zwei oder drei Puzzlestücke zusammen, und plötzlich geht es mit wundersamer Geschwindigkeit voran. In dieser Übergangsphase befindet sich das bidirektionale Laden – kurz vor dem Durchbruch, voller Erwartung – wegen der Zusammenführung weniger, noch übriger Teile.
Elektroautos haben eine Traktionsbatterie, die Strom speichert und wieder freigibt. Diese Fähigkeit ist vielfältig nutzbar: Besonders attraktiv ist die Idee, dass das E-Auto an der Strombörse Geld verdient. Alle Funktionen des bidirektionalen Ladens werden unter der Abkürzung V2X zusammengefasst. Gemeint ist, dass die Traktionsbatterie unterschiedliche Abnehmer versorgen kann: Vehicle To X, und X ist die Variable.
Bekannt und etabliert ist zum Beispiel V2L (Vehicle To Load) für externe elektrische Geräte. Bisher war V2L besonders von Hyundai und Kia bekannt, wo es in nahezu allen Modellen ab dem mittleren Ausstattungslevel serienmäßig ist. Entweder kommt die elektrische Energie außen über einen Adapter in der Ladebuchse zum Endgerät, oder es bezieht den Strom über die innen installierte Steckdose.
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