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OpenAI Jalapeño: Der erste AI-Chip wirft Nvidia GB300 aus dem P/W-Rennen
OpenAI hat am letzten Tag von Hot Chips 2026 Jalapeño detaillierter vorgestellt. Der Chip ist nicht nur schnell, sondern auch sehr effizient, da er „nur“ 700 Watt verbraucht. In einigen Szenarien liegt er deshalb deutlich vor Nvidias GB300, die hohe Leistung bieten, deren Verbrauch aber auch extrem angestiegen ist.
Wenn ein relativ neues Unternehmen sich erstmals an einen eigenen Chip traut, dann ist es ein interessantes Unterfangen. OpenAI suchte deshalb Hilfe von Broadcom, das sich damit auskennt.
Dennoch ist der Zeitstrahl ist vergleichsweise kurz und das erste A0-Stepping bringt nach nicht einmal zwei Jahren bereits extrem gute Ergebnisse. So etwas kann bei etablierten Firmen durchaus deutlich längere Zeit in Anspruch nehmen.
We used AI to design the chip, and designed the chip so AI could program it
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Since announcing Jalapeño, our first custom inference chip, we’ve been testing it and the system around it.The results show a major advance: more intelligence from every watt and faster responses, delivering both higher throughput and lower latency in one architecture without… pic.twitter.com/vj7VOrA8pP
Die Leistung des neuen Chips ist in ausgewählten Tests beeindruckend. Vor allem vor dem Hintergrund, dass von der 700-Watt-TDP im Schnitt nur rund 550 Watt oder weniger genutzt werden und so die Metrik Performance/Watt in echten Tests noch besser wurde.
Der Chip ist unter der Haube eine klassische TPU, wie sie Broadcom und auch Google bereits seit Jahren bauen. Diese zeichnet dabei vor allem eine hohe FP8-/FP4-Leistung aus. Auch tragen die sechs HBM4-Chips mit einer Gesamtkapazität von 216 GByte (6 × 36 GByte) zu einer hohen Bandbreite bei, sodass daraus ein stimmiges Gesamtprodukt wird. Und dank N3P+N3E-Fertigung von TSMC wird das Ganze bei 700 Watt realisiert.
Da die Chips aber ASICs sind, können sie nicht allein arbeiten. Für reguläre Aufgaben sind AMD Epyc aus der Turin-Generation mit dabei, ein CPU-Host-Rack wird dabei mit einem ASIC-Rack kombiniert, sodass daraus ein Komplettpaket entsteht.
Der Nachfolger von Nvidia Blackwell heißt zum Ende dieses Jahres aber bekanntlich Nvidia Rubin. Dieser Chip wird zwar noch einmal schneller, allerdings steigt die TDP auch auf 1.800 bis 2.300 Watt an, mit entsprechenden Folgen für das gesamte Ökosystem drumherum. Die Ergebnisse heute lassen deshalb bereits erkennen, dass Jalapeño insbesondere beim Thema Performance/Watt auch gegen Nvidias neuesten Chip nicht pauschal als Verlierer vom Platz geht, im Gegenteil, mitunter sogar als Gewinner.