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Heroes of Might & Magic 3 Remake gespielt: Eine perfekte Zeitreise ins Jahr 1999
Ubisofts Neuauflage des Strategie-Klassikers behält das alte Spielgefühl, die originalen Werte und lässt euch sogar alte Maps direkt importieren.
Wir leben im Zeitalter der Remakes und Ubisoft hat erkannt, dass sie da einen ganzen Katalog an Dingen haben, die die Menschheit mal liebte. Ein solcher Fall ist im Allgemeinen die Heroes-of-Might-&-Magic-Saga und da im Speziellen Heroes of Might and Magic III. Dass diese Liebe für das so alte wie erprobte Spielsystem ungebrochen ist, das testeten sie erst kürzlich mit Olden Era, das mit viel Fanfare angenommen wurde und ehrlich gesagt auch der Grund ist, warum mich das Heroes-III-Remake etwas erstaunt. Olden Era sollte im Prinzip das Feeling exakt dieser Ära zurückbringen und das tat es auch. Also rechnete eigentlich jeder mit Heroes 8, schließlich liegt VII mittlerweile 11 Jahre hinter uns. Aber nein, bleibt bei dem, was garantiert läuft und so bekommt ihr jetzt Heroes of Might and Magic III. Noch einmal. Als Remake. Aber eigentlich ganz so, als wäre es 1999.
Das ist keine schlechte Sache. Es gibt Gründe, warum Fans bis heute Heroes III als den besten Teil der Saga beschreiben. Es war der, dessen Kampagne einfach rund war. Nicht zu lang, nicht zu viel Story, aber genau so viel, wie man braucht, und ganz gut war sie auch noch. Es gab keine Fraktionen, die sich überflüssig oder unausbalanciert anfühlten, die Spielmechaniken waren ausgereift, aber nicht vollgestopft. Alles war, wie es sein sollte. Plus, es war nicht nur das erste Heroes mit einem Editor, es war sogar ein – für die Zeit – richtig guter Editor, der nicht nur mächtig, sondern auch mit nur ein wenig Hingabe leicht zu beherrschen war. Das Ergebnis waren zahllose Maps und Kampagnen für alle möglichen Vorlieben, Spielstile und Schwierigkeitsgrade. Es war jetzt nicht so, dass die folgenden Heroes of Might & Magics nicht willkommen oder geliebt gewesen wären, aber III, das fühlte sich einfach auf seine eigene Art perfekt an.
Für ein Remake bedeutet das natürlich auch zig Stolperfallen. Bis heute gibt es genug Leute, die sagen, dass das originale Demon's Souls, Silent Hill 2 oder Resident Evil 4 dem Remake überlegen ist. Dabei sind die Neuauflagen nach allen objektiven Maßstäben ihren Originalen haushoch überlegen. Aber trotzdem, irgendwer nörgelt immer, aber dieses Mal bin ich gespannt. Zu sagen, dass Ubisoft mit dem Heroes-III-Remake auf Nummer sicher gehen würde, wäre eine schlichte Untertreibung. Das hier ist Heroes of Might & Magic III. Durch und durch. Und es sieht auch genau so aus.
Nun, nicht ganz vielleicht. Es sieht vielmehr exakt so aus, wie ich es in Erinnerung habe. Dass diese ein klein wenig verklärt sein könnte, zeigte ein Introfilmchen der Anspielsession. Bei dem wurden beide Versionen nebeneinander gehalten, und das war eine drastische Erinnerung daran, dass Heroes III sehr viel näher an Warlords II dran war als an Heroes VII. Gute Güte, wir hatten echt nichts und das mussten wir uns teilen. Aber auch damals hatte Heroes III noch diesen lange der Serie eigenen, etwas poppigen Proto-Fantasy-Look. Dieser ging bis in die Urschleimtage von King's Bounty zurück, wurde dann aber abgelegt. Man wollte ja ernsthafter werden. Nun, dem Remake ist das zum Glück egal.
Mit der neuen Grafik bringt Ubisoft genau diesen Look in allen authentischen Farben wieder zurück, nur dass es jetzt eben 3D-Modelle sind. Sehr liebevoll gestaltete und wirklich hübsch anzuschauende, aber technisch nach heutigen Maßstäben doch limitierte 3D-Modelle. Gut so, denn sie trafen den absoluten Sweet Spot, um den Look für 2026 attraktiv genug zu machen, ohne irgendetwas von der damaligen Designwahl einzubüßen. Ein Blick auf das Remake reicht, um sofort zu sagen: "Ja! Das ist Heroes of Might & Magic III!" Womit ich die erste Hürde für ein Remake als genommen erkläre, der Look wurde perfekt getroffen.
Jon Van Caneghem ist der Schöpfer der legendären "Might & Magic"-Reihe und des Spin-offs "Heroes of Might & Magic". Mit seinem 1983 gegründeten Stud