// STADT-BREMERHAVEN — INTELLIGENZA ARTIFICIALE
Claude merkt sich jetzt Dinge – Anthropic führt Gedächtnisfunktion ein
von Benjamin Mamerow
26. Aug. 2026 |
5
Anthropic stattet sein Sprachmodell Claude fortan auch mit einer dauerhaften Gedächtnisfunktion aus, die sitzungsübergreifend funktioniert und sich über verschiedene Geräte hinweg nutzen lässt. Damit reagiert Anthropic auf einen Standard, den die Konkurrenz schon seit geraumer Zeit etabliert hat.
Anders als bei manchen Wettbewerbern, die vergangene Chats grob zusammenfassen, geht Claude aber einen anderen Weg. Das Gedächtnis arbeitet demnach modular und filtert während normaler Gespräche automatisch relevante Infos heraus – etwa welchen Job jemand hat, welche Vorlieben er mitbringt oder an welchen Projekten gerade gearbeitet wird. Diese Angaben landen dann in einzelnen thematischen Blöcken, statt in einer großen Zusammenfassung.
Man kann Claude auch direkt im Chat anweisen, bestimmte Fakten zu speichern, zu ändern oder wieder zu löschen. Im Anschluss greift das Modell in künftigen Unterhaltungen darauf zu – egal ob im Browser, in der Desktop- oder Mobil-App oder in Arbeitsumgebungen wie Claude Cowork. Damit sich nicht alles vermischt, unterscheidet das System zwischen allgemeinem Wissen und projektspezifischen Infos. Legt man ein eigenes Projekt an, erzeugt Claude dafür einen abgeschotteten Kontext.
Anthropic hat für den notwendigen Datenschutz ein eigenes Einstellungsmenü eingebaut. Unter Settings -> Memory sieht man alle gespeicherten Themen auf einen Blick und kann sie dort bearbeiten oder löschen. Das Gedächtnis lässt sich zudem pausieren, ohne dass dabei Daten verloren gehen, oder komplett zurücksetzen, wodurch alle Einträge endgültig verschwinden.
Wer besonders sensible Themen nicht speichern lassen möchte, kann das separat abschalten. Für vertrauliche Anfragen gibt es außerdem einen Inkognito-Modus, der weder auf das bestehende Gedächtnis zugreifen soll noch neue Informationen protokolliert.
Die Gedächtnisfunktion ist in den regulären Tarifen – also der kostenlosen Version sowie den Pro- und Max-Abos – bereits standardmäßig aktiviert. Bei den Team- und Enterprise-Plänen sieht das anders aus: Hier bleibt das Feature aus Compliance-Gründen zunächst deaktiviert und muss erst von Administratoren für die gesamte Organisation freigegeben werden.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kauft ihr darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision - ohne Aufpreis für euch und ohne Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung.