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The Expanse: Osiris Reborn im Interview: Wie Owlcat mit dem Action-RPG die Schwächen von Mass Effect vermeidet
Wir sprachen mit dem Game Design Director über Beta-Feedback, fehlende Iso-Ansichten und clevere Begleiter-Mechaniken im kommenden Sci-Fi-Abenteuer.
Auf der gamescom hatte ich eine weitere Gelegenheit, Owlcat Games' Action-Rollenspiel The Expanse: Osiris Reborn anzuspielen. Diesmal die Mission auf Ganymed, die auch in einem neuen Trailer gezeigt wurde - oder zumindest einen Teil davon, denn der finale Bosskampf dieses Abschnitts war noch nicht enthalten.
Anschließend konnte ich Owlcats Game Design Director Leonid Rastorguev noch einige Fragen stellen:
Eurogamer.de: Wie fiel das allgemeine Feedback zur Beta aus?
Das Entwicklerstudio Owlcat Games hat sich in der Vergangenheit mit den isometrischen Hardcore-Rollenspielen Pathfinder: Kingmaker, Pathfinder: Wrath of the Righteous und Warhammer 40,000: Rogue Trader einen Namen gemacht. Ihr Markenzeichen sind tiefgreifende Entscheidungen und komplexe Begleiter.
Leonid Rastorguev: Größtenteils extrem positiv, wir sind damit wirklich sehr zufrieden. Es gab jedoch ein paar Kritikpunkte aus der Community, die wir direkt in Angriff genommen haben, wie etwa die Gesichtsanimationen und die generellen Bewegungsabläufe. In der aktuellen Demo siehst du bereits, dass wir die Bewegungsanimationen des Hauptcharakters sowie die Gesichtsanimationen in den Dialogen deutlich überarbeitet haben. Die männliche Vertonung fehlt aktuell noch, da wir mitten in den Aufnahmen stecken. Wir haben aber bereits in einer Pressemitteilung offiziell verkündet, dass wir die Rollen des Hauptcharakters und seines Bruders neu besetzt haben. Alles andere haben wir meiner Meinung nach ebenfalls adressiert. Das Belter-Kreolische und die entsprechenden Gesten sind beispielsweise fest ins Spiel integriert. In der gezeigten Mission siehst du davon zwar wenig, da sie sich auf Protogen fokussiert – und das ist eine Earther-Firma mit kaum Beltern. Die Kultur der Belter spielt jedoch eine riesige Rolle, besonders wenn ihr Ceres besucht oder mit Polly, unserer Belter-Begleiterin, unterwegs seid. In ihrer Mission hört ihr jede Menge Kreolisch.
Eurogamer.de: Ihr habt in der Vergangenheit viele isometrische Rollenspiele entwickelt. Wie reagieren die Fans auf The Expanse, wenn sie von diesen Spielen kommen?
Leonid Rastorguev: Ebenfalls sehr positiv. Obwohl das Gameplay anders ist und wir uns von den textlastigen, isometrischen Wurzeln entfernen, spürst du unsere typische Owlcat-DNA. Das Roleplay, die weitreichenden Entscheidungen, die Companions und der Beziehungsaufbau zu ihnen – all die wesentlichen Aspekte, die unsere Community so liebt, stecken auch in diesem Spiel.
Eurogamer.de: Stand es bei der Konzeption des Spiels jemals zur Debatte, es ebenfalls isometrisch zu machen?
Leonid Rastorguev: Nein, der ursprüngliche Gedanke war ganz bewusst, das nächste Level der Spieleentwicklung zu erreichen. Als Studio machen wir natürlich weiterhin isometrische Titel. Wir arbeiten an Dark Heresy und einigen noch unangekündigten Projekten. Aber dieses Spiel war für uns ein geschäftlicher Schritt, um im Action-RPG-Genre Fuß zu fassen. Das Konzept und das Setting passen dafür einfach perfekt zusammen. The Expanse als isometrisches Spiel würde meiner Meinung nach keine gute Figur machen. Die Serie lebt von ihren vielen cineastischen Momenten, das erfordert einfach einen völlig anderen Ansatz.