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Intel Foundry: 14A sei das Beste seit 22 nm, Kunden ab 2027 auch für EMIB
Intels Finanzabteilung hat einmal mehr über die technische Zukunft gesprochen. Demnach könnte Intel Foundry nun endlich in die Spur finden. So sei der kommende Prozess Intel 14A der beste seit der 22-nm-Fertigung – bekannt von Ivy Bridge & Co. Auch EMIB würde Kundschaft gewinnen, doch richtig los geht es überall frühestens 2027.
Intels CFO David Zinsner hat im Rahmen einer Konferenz erklärt, dass der kommende neue Fertigungsprozess Intel 14A die beste „defect density curve“ seit der 22-nm-Fertigung vorweise. Intel betonte zuletzt schon stets, dass es bereits mit Intel 18A und A-P stets besser wurde, ohne exakte Einordnung sind solche Aussagen jedoch wenig wert.
Intels Vergleiche mit einem angestammten und bekannten Prozess sind also zwar naheliegend, bedürfen aber dennoch einer Einordnung. Rückwirkend betrachtet wird der 22-nm-Prozess als erster mit FinFETs zwar gern als vollster Erfolg dargestellt, doch Probleme hatte dieser zum Auftakt ebenfalls.
Das er nun als so gut dargestellt wird, liegt dann doch zu einem großen Teil daran, dass jeder andere Prozess, der darauf folgte, noch viel mehr Probleme hatte: 14 nm war zum Start bei Intel Broadwell sehr schlecht und Desktop-CPUs wurden bis auf wenige Ausnahmen erstmals gestrichen. 10 nm war anschließend bekanntlich ein totaler Fehlschlag, sodass fünf Generationen 14-nm-Chips übernehmen mussten. Und auch seitdem muss Intel stets sehr viel Lehrgeld zahlen, ehe ein neuer Prozess wirklich rund lief und funktionierte.
Ein Blick in ältere Intel-Slides aus den Jahren 2014 und noch einmal von Ende 2015 zeigt das klar – und auch, wie Intel binnen eines Jahres die Prognosen seinerzeit für 14 nm einfach mal verschlechtert hatte und auch 22 nm gar nicht mehr so rund aussah.
Auch der unrunde Verlauf zu Beginn der 22-nm-Fertigung in Intels eigener Darstellung macht klar, dass es hier alles andere als problemlos ablief. Unter der Hand gaben Intel-Mitarbeiter viele Jahre später zu verstehen, dass die Ausbeute bei den ersten Chips der Serie Ivy Bridge bei 0 Prozent lag – die Mischung aus einem Fehler im Layout und der Fertigung brachte nicht einen funktionierenden Chip hervor. Erst viel Optimierungsarbeit an allen Ecken führte letztlich zum Erfolg – Ivy Bridge kam im Desktop als Core i-3000 beispielsweise in einem E1-Stepping auf den Markt, der erste 32-nm-Prozess im Mainstream-Desktop zuvor, Codename Lynnfield, nutzte nur ein B1-Stepping, Nehalem wiederum ein C0-Stepping. Auch heute noch ist das ein gutes Indiz dafür, wie viele Respins und Optimierungen es bei 22 nm gegeben hat.
Dass sich Intel aber das 22-nm-Ziel gesetzt hat, ist dennoch ein gutes Zeichen. Damit rangiert Intel 14A am Ende immer noch über mindestens einem halben Dutzend folgender Prozesse, einschließlich dem aktuell produzierten Intel 18A bei Panther Lake. Das Zeichen ist demnach primär: Es geht bergauf.
Als großen Schritt strebt Intel nun Version 0.9 des Process Design Kits (PDK) für Intel 14A an. Dies ist ein Meilenstein und riesiger Schritt von Version 0.5 zu 0.9 – Version 1.0 klärt am Ende nur noch Feinheiten, das System muss bereits mit 0.9 funktionieren. Diese Kits werden sowohl Intel als auch externen Partnern zur Verfügung gestellt, die damit ihre Chips designen können. Und damit wiederum läuft dann 2027 die risk production an, um 2028 einen 14A-Chip in Serie produzieren zu können.
Um jedoch externe Kundschaft neben Intel selbst zufriedenstellen zu können, braucht es Fabriken. Zinsner erklärte in der Nacht, dass die Fab 62 neben der Fab 52 in Arizona nun bereit zur Ausrüstung sei. In Oregon, am Standort der Forschungs- und Entwicklungsfabrik, die auch für die Fertigung kleiner Serien genutzt wird, soll dann möglichst schnell 18A(-P) verschwinden. Oregon wird dann 14A stemmen, nun aber nicht mehr nur zum Auftakt, sondern auch in voller Serienproduktion.
Für 14A muss letztlich das Fab-Modul Ohio Mod 1 fertig werden. Erstmals erklärte Intel in der Nacht ganz offen, dass man hier nun so schnell baue, wie es geht. Na