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heise+ | Model Context Protocol in der Praxis: Umstellung auf zustandslose Kommunikation
Die Revision 2026-07-28 ist der tiefste Eingriff in MCP seit der ersten Veröffentlichung: Wer jetzt eine neue Anwendung damit baut, muss komplett umdenken.
Die Entwickler des Model Context Protocol (MCP) loben es selbst als USB-Anschluss für KI-Anwendungen. Agenten können damit über eine einheitliche Schnittstelle mit Servern kommunizieren, statt für jede Datenquelle eine eigene Integration anlegen zu müssen. Das Protokoll sieht auf der einen Seite die KI-Anwendung mit ihrem MCP-Client vor, auf der anderen den MCP-Server.
Der Server bietet Tools an und dazu Ressourcen als reine Kontextdaten sowie Prompts als vorgefertigte Vorlagen. Als Einstiegspunkt veröffentlicht er eine Liste seiner Tools, die der Client anfordern und nutzen kann. Der Client holt sich die Liste und findet zu jedem Tool Name, Beschreibung und die erwarteten Parameter. Wenn das Modell ein Werkzeug benötigt, ruft sein MCP-Client es mit den passenden Argumenten auf. Der Server schickt das Ergebnis zurück, das beide dann im Dialog weiterverwenden können. Technisch handelt es sich dabei um über HTTP transportiertes JSON-RPC 2.0.
Stefan Wintermeyer ist Consultant und Trainer für Software- und Systemarchitektur. Fokus: Phoenix, Ruby on Rails, Web-Perf, Asterisk/VoIP, KI und Agentic Programming, effektive Workflows und nutzerseitige Verhaltensmuster.
Die am 28. Juli erschienene Version 2026-07-28 bringt eine Reihe von Breaking Changes mit, die Entwicklerinnen und Entwickler künftig beachten müssen. Insbesondere stellt das Protokoll die Kommunikation komplett auf zustandslos um, das heißt, es gibt keine Sessions mehr, die die Partner zu Beginn aushandeln. Das vereinfacht die Arbeit für die Serveranbieter, da sie keine Sessions mehr verwalten müssen und die Last im Hintergrund problemlos auf mehrere Komponenten verteilen können.
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