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The Witcher 3: „Wir wissen, wie es ist, für jeden kleinen DLC bezahlen zu müssen“ – warum CD Projekt Red das Remaster verschenkt
CD Projekt Red spricht mit uns über das kostenlose Remaster, neue Features und die technischen Möglichkeiten der Switch 2.
CD Projekt Red steckt erstaunlich viel Arbeit in The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered. Besitzer des Originals bekommen das Upgrade trotzdem kostenlos. Auf der Gamescom habe ich mit Miles Tost, Level Design Lead bei CD Projekt Red, und PR-Manager Fabian Döhla darüber gesprochen, was hinter dieser Entscheidung steckt, welche Änderungen beim Spielen besonders auffallen und was die Switch 2 zusätzlich ermöglicht.
Bei CD Projekt Red ist derzeit einiges in Arbeit. The Witcher 4 soll den Auftakt einer neuen Trilogie bilden, parallel entsteht mit Cyberpunk 2 der Nachfolger von Cyberpunk 2077. Hinzu kommen das Multiplayer-Projekt Sirius im Witcher-Universum, ein Remake des ersten The Witcher und Hadar, eine komplett neue Marke des Studios. Für 2027 ist außerdem mit Songs of the Past eine dritte Erweiterung für The Witcher 3 angekündigt.
Miles Tost war bereits an der ursprünglichen Entwicklung von The Witcher 3 beteiligt und arbeitete damals am World- und Leveldesign. Heute leitet er bei CD Projekt Red ein 16-köpfiges Team, das an einem der kommenden Großprojekte des Studios werkelt. Welches das ist, verrät er allerdings nicht: „Da darf ich nicht mehr drüber reden, sonst werde ich hier rausgeschmissen.“
Für das Remaster wurde natürlich auch die Technik modernisiert. „Das Coole daran sind die visuellen Upgrades: Das Spiel wird besser aussehen. Das betrifft nicht nur offensichtliche Dinge wie das Rendering oder die generelle Grafik, sondern auch die Animationen wurden aufgewertet, sodass alles moderner und komplexer wirkt."
Mindestens ebenso wichtig sind für ihn die QoL-Verbesserungen. Dazu gehört etwa der sogenannte Loot Merger. „Wenn mehrere Loot-Container nebeneinander stehen, muss man nicht mehr jeden einzeln durchsuchen. Das kombiniert sich in ein großes Loot-Fenster mit allen Inhalten.“
Gefundene Ausrüstung lässt sich außerdem direkt mit den aktuell getragenen Gegenständen vergleichen, ohne dafür erst das Inventar öffnen zu müssen. Auch das bisher eher rudimentäre Fähigkeitensystem wurde laut Tost grundlegend überarbeitet.
Angesichts dieses Aufwands stellt sich eine naheliegende Frage: Warum verlangt CD Projekt Red dafür kein Geld? Für Tost hängt die Antwort eng mit der Philosophie des Studios zusammen. „Das klingt vielleicht ein bisschen nach Corporate-Kitsch, aber einer der Grundwerte unseres Unternehmens hieß schon immer ‚Remember the Gamer‘.“
Das Team wolle Spieler so behandeln, wie die Entwickler selbst behandelt werden möchten. „Wir wissen, wie es ist, für jeden kleinen DLC bezahlen zu müssen, und finden das doof.“
PR-Manager Fabian Döhla verweist zudem auf die Reaktion der Community. Nach der Ankündigung des kostenlosen Upgrades während der Opening Night Live sei die Resonanz entsprechend positiv gewesen. „Da hatten wir ja den Trailer, und am Ende stand dann ‚Free Upgrade‘. Die Leute waren komplett aus dem Häuschen. Um mich herum saßen Spieler, die das Basisspiel besaßen und sich fragten, ob sie die Neuerungen ebenfalls bekommen würden. Ich konnte mich einfach umdrehen und sagen: ‚Ja, ihr bekommt beide Expansions.‘ Später habe ich auf X einen Post gesehen: ‚CD Projekt Red hat gerade einen neuen Button im Nintendo Switch Store eingeführt, den ich noch nie gesehen habe: Free Preorder.‘ Der Beitrag hatte 40.000 Likes. So etwas sorgt einfach dafür, dass die Leute positiv über dich reden.“