// STADT-BREMERHAVEN — MODA & SOCIETÀ
Razer Seiren V3 Pro im Test: Streaming-Mikrofon mit weiteren Qualitäten
von André Westphal
29. Aug. 2026 |
0
Razer hat Mitte Juni 2026 mit dem Seiren V3 Pro ein neues Streaming-Mikrofon auf den Markt gebracht. Auf diese Weise bewirbt es der Hersteller zumindest. Euch hindert natürlich nichts daran, das Mikro auch für Podcast-Aufzeichnungen, Nachvertonungen oder Musikaufnahmen zu verwenden. Im Test habe ich mir die Qualitäten ein wenig angeschaut bzw. besser gesagt angehört. Mein Fokus hat dabei auf Sprachaufnahmen gelegen.
Das Razer Seiren V3 Pro ist ein dynamisches Mikrofon, dessen technisches Herzstück eine 30-mm-Dynamikkapsel mit Nierencharakteristik darstellt. Der Frequenzbereich reicht von 50 Hz bis 16 kHz. Punkten soll dieses Modell aber auch mit der Unterstützung von 32-Bit-Float für Aufnahmen, was gegenüber dem üblichen 24-Bit-Standard einen höheren Dynamikumfang mitbringt. Laut dem Hersteller soll das etwa zu weniger Clipping bei lauten Geräuschen führen und die Nachbearbeitung erleichtern.
Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen. Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube (öffnet in neuem Tab).
Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um diesen Inhalt zu laden.
Allerdings müsst ihr, um einen Vorteil daraus zu ziehen, auch Razers App Synapse verwenden. Die gibt es nur für Windows, sodass Mac-User außen vor bleiben. Ebenfalls an Bord ist ein Audio-DSP, welcher die Signalverarbeitung direkt auf der Mikrofon-Hardware übernimmt. Noise Remover, Kompressor, Limiter und Expander arbeiten also im Gerät selbst. Das Signal kommt so bereits aufbereitet in der Aufnahmesoftware an. Das kann gut sein, wenn man sich das wünscht. Für Puristen ist das natürlich eher nichts.
Das Razer Seiren V3 Pro lässt sich via USB-C oder über XLR mit eurem Rechner bzw. Mixern verbinden. Mehr zu den technischen Daten verrät euch auch die Tabelle oben – oder bei Bedarf die offizielle Produktseite. Im Handel ist das Mikrofon bereits erhältlich und kostet stattliche 289,99 Euro.
Das Razer Seiren V3 Pro wirkt sehr hochwertig verarbeitet, denn es nutzt ein Unibody-Gehäuse aus Metall. Allerdings bin ich da auch Qualität gewohnt, denn ich habe jahrelang das Blue Yeti verwendet, was man wohl mittlerweile als echten Klassiker bezeichnen darf. Letzteres ist ein Kondensatormikrofon, was jedoch auch Nachteile mit sich bringt, weil schnell Klänge aus der Umgebung aufgenommen werden. Da ist das Seiren V3 Pro präziser. Doch die Präzision bedingt auch, dass Bewegungen beim Sprechen weniger verziehen werden und die Ausrichtung besonders wichtig ist.
Ich würde für ein Mikrofon auf Dauer an eurer Stelle immer einen Mikrofonarm mit Spinne nutzen oder einen sehr gut isolierten Zusatzständer. Razer wirbt jedoch damit, dass das Seiren V3 Pro ab Werk mit einem Shock-Absorber versehen ist, der z. B. Tastaturgeräusche minimieren soll. Im Lieferumfang ist zudem direkt ein abnehmbarer Popfilter enthalten. Letzterer sitzt allerdings ziemlich flatterig auf dem Mikrofon und wirkt recht dünn. Auch eine vibrationsgedämpfte Gelenkhalterung für die Montage an Mikrofonarmen liegt bereits bei.
Am Razer Seiren V3 Pro selbst findet ihr zur Bedienung einen Gain-Regler für die Pegelsteuerung und eine berührungsempfindliche Mute-Taste auf der Seite. Während die Mute-Taste nicht zu übersehen ist, sitzt der Regler an der Unterseite und ist dadurch im laufenden Betrieb sehr schlecht zu erreichen. Zumal er sich lose dreht, was es erschwert, vorsichtig in Stufen Einstellungen zu setzen.
Der RGB-Leuchtring im Chroma-Design zeigt dabei nicht nur den Mute-Status an, sondern liefert auch visuelles Echtzeit-Feedback zum Gain-Pegel und warnt vor Pegelspitzen. Freilich könnt ihr die Beleuchtung aber auch über die Synapse-App abschalten, sollte sie euch nerven. Vor der ersten Nutzung müsst ihr das Mikrofon im Übrigen erst auf den beiliegenden Ständer schrauben – oder, sofern vorhanden, an eurem Mikrofonarm befestigen. An der Unterse