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Dragonball Xenoverse 3: Die neue Generation holt alte Legenden mit einer richtig schlauen Kampfmechanik zurück
Im Age 1000 wagt Bandai Namco einen gewaltigen Sprung. Mit einem innovativen Seelen-System und frischen Gesichtern beginnt ein neues Anime-Zeitalter.
Mit Dragon Ball: Xenoverse 3 wagt Bandai Namco nach zehn Jahren den wohl größten Sprung der Dragon-Ball-Reihe. Statt erneut bekannte Ereignisse der Dragon-Ball-Geschichte durch Zeitreisen aufzuwärmen, führt das nächste Dragon-Ball-Spiel mit Age 1000 ein brandneues Zeitalter ein, inklusive einer jungen und frischen Generation an Kämpfern. Eure eigens erstellte Figur existiert dieses Mal in der futuristischen West City. Natürlich wird ein Xenoverse nicht auf beliebte Aushängecharaktere verzichten, die Fans seit 42(!) Jahren nun schon kennen und lieben. Neben Bulma, die den neuen Charakter Brett zumindest anfänglich durch die Geschichte zu führen scheint, kehren alte Legenden wie Goku, Vegeta und Trunks in Form von Seelen zurück. Dazu seht ihr im obigen Video alles Wichtige.
Mir ermöglichte Bandai Namco vorab einen Blick aufs Gameplay von Xenoverse 3, das 2027 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erscheint, bei dem ich mir rund 10 Minuten reines In-Game-Material und weitere 10 Minuten eine Menge wichtiger Hintergrundinfos zu dem neuen Kampfsystem, West City und ganz neuen Charakteren wie Brett ansehen konnte. Zum Glück bleibt Entwickler Dimps unter der Leitung von Masayuki Hirano dem Anime-Look der Reihe treu und wertet ihn deutlich auf. West City vermittelt bereits jetzt das Gefühl einer lebendigen, authentischen Dragon-Ball-Welt.
Als langjähriger Producer bei Bandai Namco ist Masayuki Hirano eine zentrale Figur für die Anime-Sparte. Er betreut die Xenoverse-Marke seit ihren Ursprüngen und ist maßgeblich dafür verantwortlich, frische Rollenspiel-Ideen in das traditionelle Toriyama-Universum zu integrieren.
Spielerisch möchte Xenoverse 3 ebenfalls neue Wege einschlagen. Die klassischen Arena-Kämpfe mit Nahkampf-Kombos, Ki-Management, Super-Fähigkeiten und Ultimates bleiben weiterhin die Basis, werden aber durch ein besonderes System erweitert. Im Mittelpunkt steht nämlich eine Art Seelenbeschwörung. Warum es derart okkult wird, das gibt die Geschichte hoffentlich erst nach dem Release her, aber über die Seelen-Unterstützung greifen Figuren wie Vegeta aktiv in Kämpfe ein und verstärken so zum Beispiel Spezialangriffe. Der Seelentausch ist dabei fast noch spannender, denn hier verwandelt sich der eigene Charakter vorübergehend in die Form der legendären Kämpfer wie Future Trunks, heilt sich ganz und profitiert für eine Weile von deren Fähigkeiten.
Eine Art Ultimate auf Zeit, die zusätzlich als Fanservice fungiert also. Aber keine Sorge, deshalb gehen jetzt nicht völkerspezifische Fähigkeiten verloren. Zumindest bei den Saiyajins konnte ich mich schon mal darüber vergewissern, dass individuelle Transformationen erhalten bleiben. Das kriegerische Volk kann sich beispielsweise weiterhin selbst in verschiedene Super-Saiyajin-Stufen transformieren. Dass ihr hier sicher mit der Super-Saiyajin-3-Stufe rechnen könnt, ist definitiv jetzt schon ein Highlight. Das Kampfsystem wirkt generell dynamischer und stärker auf individuelle Spielstile zugeschnitten als in den Vorgängern.
Der erste Eindruck von Xenoverse 3 fällt insgesamt positiv aus. Age 1000 wird mindestens frischen Wind in die Dragon-Ball-Reihe bringen. Besonders die neue Welt, der Fokus auf neue Charaktere und das Seelen-System sorgen für Neugier und dafür, dass ich auf so eine richtig vollumfassende Rollenspiel-Erfahrung hoffe. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob die Entwickler ohne Akira Toriyamas direkte Beteiligung den richtigen Ton zwischen geliebtem Franchise und Neuanfang treffen. Alle bisher gezeigten Szenen deuten jedoch darauf hin, dass Dimps die Serie behutsam weiterentwickelt, ohne ihre Wurzeln zu vergessen. Sollte das Zusammenspiel aus neuer Geschichte, RPG-Elementen und erweitertem Kampfsystem funktionieren, könnte Xenoverse 3 tatsächlich zum größten Dragon-Ball-Epos seit Jahren heranreifen.