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Flut im Himalaya: Hunderte Arbeiter in Wasserkraftwerken eingeschlossen
In Nepal läuft die Suche nach Überlebenden der Flutkatastrophe auf Hochtouren. Im Fokus stehen derzeit Hunderte Arbeiter, die in den Tunneln von Wasserkraftwerken eingeschlossen sind. Die Zahl der Toten stieg auf mehr als 900.
Nach der Flutkatastrophe im Himalaya haben die Rettungskräfte in Nepal die Bergungsarbeiten für Hunderte verschüttete Arbeiter intensiviert. Im Mittelpunkt stehen 933 Menschen, die in den blockierten Tunneln von elf Wasserkraftanlagen in den schwer getroffenen Distrikten Rasuwa und Nuwakot vermutet werden. Unterstützt werden die nepalesischen Teams von Experten aus China und Indien.
Allein im Wasserkraftprojekt Upper Trishuli-1 in Rasuwa werden nach offiziellen Angaben mindestens 576 Menschen vermisst. Der Vorsitzende des Verbands unabhängiger Stromerzeuger Nepals, Mohan Kumar Dangi, geht davon aus, dass dort rund 300 Menschen in einem Tunnel eingeschlossen sind.
Bei dem gewaltigen Abgang von Eis, Geröll und Schlamm an der nepalesisch-tibetischen Grenze am vergangenen Mittwoch kamen nach offiziellen Angaben mehr als 900 Menschen ums Leben. Zudem werden in der Region weiterhin fast 5.000 Menschen vermisst. Der nepalesische Armeesprecher Raja Ram Basnet erklärte, die enormen Schuttmassen erschwerten die Freilegung der Tunnel erheblich. Bislang seien drei Leichen geborgen worden.
Viele Kinder sind nach der Sturzflut im Himalaya allein und psychisch besonders gefährdet.
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Nepals Armee erklärte, die Einsatzkräfte seien weiter damit beschäftigt, Wasser und Geröll aus dem Tunneln zu entfernen, um zu den verschlossenen Arbeitern vorzudringen. Dabei kämen auch Sprengstoff und Bagger zum Einsatz.
Am Standort Trishuli 3A war es Einsatzkräften der Armee am Samstagabend gelungen, mit Bohrgeräten den oberen Teil eines verschütteten Tunnels zu durchbrechen, Luft hineinzupumpen und eine Kamera einzusetzen. Doch nächtlicher Regen und steigende Flusspegel behinderten die weitere Arbeit an dieser Stelle.
Der Geowissenschaftler Jakob Steiner von der Universität Graz sagte der Nachrichtenagentur AP, die Tunnel seien groß genug, um Menschen eine sichere Zuflucht zu bieten. Die Rettung sei jedoch ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Menschen brauchten auch Nahrung und Wasser, sagte Steiner.
Noch immer werden Hunderte in Nepal und China vermisst.
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Auslöser der Sturzflut war chinesischen Staatsmedien zufolge der Abbruch eines Gletschers infolge der Erderwärmung. Die Behörden warnen vor weiteren Gefahren durch neu entstandene Seen und Erdrutsche, die eine Kettenreaktion auslösen könnten. Der nepalesische Ministerpräsident Balendra Shah erklärte, die Erfassung der Schäden nach der beispiellosen Naturkatastrophe sei weiterhin äußerst schwierig.