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GTA 6: Take-Two hält Ermittlungen gegen Leaker geheim und fordert mehr Discord-Daten
Nach der unautorisierten Veröffentlichung von neuem Gameplay geht der Publisher rigoros gegen die Täter vor. Geheime Gerichtsanträge sollen nun Beweisvernichtung verhindern.
Die Ermittlungen zu den jüngsten Leaks rund um Grand Theft Auto 6 gehen nach Angaben von Publisher Take-Two "rasant weiter".
In diesem Monat hatte die Gruppe "Cyberleek" authentisch erscheinende Gameplay-Clips zum Open-World-Spiel veröffentlicht – wenige Tage vor dem großen Netflix-Reveal.
Dass sich das Material in den sozialen Medien rasend schnell verbreitete, überrascht kaum. Die Videos sammelten zahlreiche Aufrufe, während das Unternehmen versuchte, dagegen anzukämpfen. Gleichzeitig beantragte man Vorladungen für Microsoft und Discord. Der Publisher forderte handfeste Daten, um die Verantwortlichen aufzuspüren – kurz darauf folgten ähnliche Anträge für X und YouTube.
Bereits im September 2022 erlitt Rockstar Games einen der größten Leaks der Videospielgeschichte. Der damals 18-jährige Hacker Arion Kurtaj (Lapsus$) veröffentlichte über 90 Videos aus einer frühen Entwicklungsphase von GTA 6 im Netz.
Wie TorrentFreak berichtet, hat Take-Two mittlerweile einen neuen Schritt vor Gericht gewagt fordert weitere Daten von Discord – diesmal sollen sie jedoch geheim bleiben. Zuvor nannte man noch gezielt Server und Nutzer.
"Eine öffentliche Bekanntgabe dieser Informationen könnte die laufenden Ermittlungen gefährden", erklärt das Unternehmen. "Es könnte die mutmaßlichen Täter über Art und Fortschritt unserer Untersuchung informieren. Das birgt das enorme Risiko, dass die Täter Beweise für ihre illegalen Aktivitäten löschen, zerstören oder anderweitig verbergen. Sie könnten zudem weitere Maßnahmen ergreifen, um nicht identifiziert zu werden."
Auch die Forderungen gegenüber YouTube wurden zurückgezogen, da ein dortiges Video nicht mehr im Fokus stehe: "Unsere Ermittlungen gegen die Personen, die urheberrechtlich geschütztes Material auf YouTube und anderen Plattformen veröffentlicht haben, entwickeln sich rasant weiter, da wir ständig neue Informationen erhalten. Wir haben daran gearbeitet, dem Gericht die geforderten zusätzlichen Informationen zu liefern. Diese Situation ist jedoch extrem dynamisch. Mittlerweile sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir diese speziellen Daten gar nicht mehr brauchen. Daher zieht Take-Two seinen Antrag auf Vorladung hiermit respektvoll zurück."