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Range Rover Electric: Luxus-SUV kommt mit 800-Volt-Technik und 350 kW
JLR stellt den ersten vollelektrischen Range Rover vor: 800-Volt-System, 118-kWh-Akku, bis zu 350 kW Ladeleistung. Auslieferungen sollen Ende 2026 starten.
Mit einer ordentlichen Geländebereifung statt der Niederquerschnitts-Straßenpellen auf dem Bild könnte der batterieelektrische Range Rover auch sehr schwere Geländepassagen bewältigen. Macht halt nur niemand.
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Geländewagen waren einmal spartanische Maschinen, in deren innen vollkommen nackte Blechgehäuse sich niemand setzte, der nicht unbedingt musste. Forstarbeiter oder Überlandleitungsbauer etwa. Mit dem Range Rover brachte 1970 Land Rover die Idee des luxuriös ausgestatteten Geländewagens Jeep Wagoneer aus den USA nach Europa und den Rest der Welt. Mit diesem komplett dekadenten Konzept hatte die Marke Erfolg, selbst wenn der Range Rover damals kaum mehr als ein aufgeplüschter Land Rover mit Teppichboden in einer straßentauglichen Karosserie war. Über die Jahrzehnte entwickelte sich daraus eine Sänfte, die niemand mehr ernsthaft im Gelände bewegte. „Hoch und Groß“ war und blieb den Kunden wichtig, trotz einer überdurchschnittlichen Durchsetzungsfähigkeit.
Heute erscheint ein Nachfolger als Elektroauto. Der Geländefähigkeit tut das keinen Abbruch - im Gegenteil. E-Maschinen sparen eine Menge Kraftübertragungsmechanik ein und sind perfekt regelbar. Das erste batterieelektrische Modell der britischen Luxus-Marke nutzt eine überarbeitete Version der modularen MLA-Plattform und soll Ende 2026 zunächst in Großbritannien ausgeliefert werden, weitere Märkte folgen 2027. Dort kostet er mindestens 154.070 britische Pfund. Für den Kontinent darf man mit Einstiegspreisen auf dem Niveau der V8-Autobiography-Modelle, also im Bereich um 175.000 Euro, rechnen.
Herzstück ist ein 800-Volt-Hochvoltsystem, das JLR erstmals in Eigenregie entwickelt hat. Der Akku fasst rund 118,5 kWh und besteht aus 344 prismatischen NMC-Zellen in einem doppelt gestapelten Cell-to-Pack-Aufbau. Siliziumkarbid-Inverter und eine neue Electric Drive Unit sollen laut JLR 20 Prozent mehr Drehmoment und 24 Prozent höhere Effizienz ermöglichen als die bisherige EDU-Generation, wie sie in den Plug-in-Hybrid-Modellen verwendet wird. Mit je einem Permanentmagnet-Synchronmotor pro Achse kommt das Auto auf bis zu 404 kW sowie 850 Nm Drehmoment. JLR spricht von „V8-Leistungsniveau“. Den Sprint von null auf 97 km/h gibt der Hersteller vorläufig mit 4,3 Sekunden an. Bei der Reichweite nennt JLR bis zu 599 Kilometer nach WLTP; unter realistischen Bedingungen sollen es noch rund 536 Kilometer sein.
Am DC-Schnelllader erreicht der Range Rover Electric bis zu 350 kW Ladeleistung. Von 10 auf 80 Prozent soll der Akku in circa 22 Minuten geladen sein. Zehn Minuten am HPC-Lader sollen für rund 200 bis 220 Kilometer zusätzliche WLTP-Reichweite genügen. Am Wechselstromanschluss lädt das Fahrzeug mit bis zu 22 kW dreiphasig, das können zurzeit nur wenige Elektroautos und bietet einen handfesten Vorteil zum Gelegenheitsladen.
Mit seiner Ladeleistung übertrifft der Range Rover Electric das Premium-SUV Mercedes EQE (Test) kommt auf maximal 170 kW und benötigt für 10 bis 80 Prozent etwa 30 bis 32 Minuten, der BMW iX3 (Test) schafft es mit bis zu 400 kW in 21 Minuten, der Audi Q8 e-tron (Test) liegt bei 170 kW und rund 32 Minuten. Das elektrische Premium-SUV Mercedes GLC 400 (Test) lädt dank 800-Volt-System schneller. Mit seiner 94-kWh-Batterie bietet es 673 Kilometer WLTP-Reichweite, ist deutlich günstiger, allerdings nicht ganz so nobel wie der distinguierte Brite.
Im Vergleich zu den bisherigen Plug-in-Hybrid-Varianten der Baureihe sind die Unterschiede erheblich: Der Akku wächst von rund 40 bis 50 kWh beim PHEV auf 118 kWh, die Systemspannung steigt von 400 auf 800 Volt, und der mechanische Allradantrieb weicht einem elektrischen Dualmotor-System. Die DC-Ladeleistung der PHEV-Modelle l