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Resident Evil Requiem: Entwickler-Legende Hideki Kamiya fordert einen Nicht-Horror-Modus
Der Director des zweiten Teils fürchtet sich vor den realistischen Schockern seiner alten Kollegen. Er wünscht sich Papiertüten für Zombies und mehr Licht.
Im März 2026 hatte Hideki Kamiya Capcom angefleht, eine weniger gruselige Version von Resident Evil Requiem anzubieten. In diesem Punkt hat er "keine Witze" gemacht, wie er nun bekräftigte.
Während eines Gesprächs mit VGC gibt er zudem an, dass er das Unternehmen im Hinblick auf den Horrorgrad seiner Spiele inzwischen für "abgestumpft" hält.
"Heutzutage sind Videospiele extrem fotorealistisch und detailgetreu", sagt er. "Es ist absoluter Wahnsinn, was für verrückte und furchterregende Dinge die Entwickler auf den Bildschirm zaubern. Ich glaube, jeder in den Resident-Evil-Teams bei Capcom ist mittlerweile völlig abgestumpft. Sie merken gar nicht mehr, wie gruselig ihr eigenes Spiel eigentlich ist."
Hideki Kamiya ist einer der bekanntesten japanischen Spieleentwickler. Er startete seine Karriere bei Capcom, wo er 1998 als Director für das originale Resident Evil 2 verantwortlich zeichnete. Später erschuf er ikonische Action-Marken wie Devil May Cry und Bayonetta.
"Das ist kein Witz", betont er. "Ich meine das absolut ernst: Ich wünschte wirklich, sie würden ihre Spiele so anpassen, dass auch Leute wie ich sie genießen können. Ich komme mit Gruselspielen nämlich überhaupt nicht klar."
Eigentlich wollte er in Requiem das Raccoon City Police Department besuchen, das Kamiya einst für das ursprüngliche Resident Evil 2 entworfen hatte – es war ihm jedoch zu unheimlich.
"Ich meine, erst dieses Jahr feierte Leon Kennedy in Resident Evil Requiem sein großes Comeback. Er kehrte nach Raccoon City zurück und durchlebt all diese alten Erinnerungen und Erlebnisse noch einmal. Als Director des Originalspiels, Resident Evil 2, wollte ich natürlich wissen, wie die Sache für ihn ausgeht. Ich wollte das als Spieler selbst erleben. Aber das Game war einfach viel zu gruselig und ich musste abbrechen."
Bei Capcom erntet er für seine Wünsche aber anscheinend eher fassungslose Blicke: "Es ist also wirklich kein Witz", ergänzt er. "Ich wünsche mir ernsthaft einen Nicht-Horror-Modus für Leute wie mich. Wenn ich mich privat mit den Leuten aus den Resident-Evil-Teams unterhalte und ihnen sage, dass ihre Spiele viel zu gruselig sind, antworten sie nur: 'Was? Ach komm, so schlimm ist es doch gar nicht.' Sie haben offensichtlich überhaupt kein Bewusstsein dafür, wie erschreckend ihre Kreationen wirklich sind. Ich hoffe inständig, dass sie dieses Problem irgendwann angehen."
"Das Ganze muss nicht einmal super aufwendig sein. Man könnte die Gesichter der Zombies einfach etwas entschärfen. Warum bauen sie nicht einen Modus ein, der ihnen einfach braune Papiertüten über den Kopf stülpt? Oder statt überall diese dunklen, schäbigen Räume zu haben, könnten sie eine wirklich angenehme, stimmungsvolle Beleuchtung nutzen. Solche kleinen Anpassungen würden schon ausreichen, damit sich auch Leute wie ich komplett durch das Spiel trauen. Ach, und ganz wichtig: kein Blut!"