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Square Enix dementiert Gerüchte über einen Rückzug von der Börse
Gerüchte ließen die Aktie des Final-Fantasy-Konzerns um bis zu zwölf Prozent steigen. Nun dementiert das Management die Pläne offiziell.
Square Enix hat sich zu Wort gemeldet, um aktuellen Gerüchten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Der japanische Publisher und Entwickler hinter legendären Reihen wie Final Fantasy, Kingdom Hearts und Dragon Quest stellte klar: Ein Rückzug von der Börse ist nicht geplant.
Das Statement von Square Enix reagiert direkt auf einen Bericht des japanischen Wirtschaftsmagazins Sentaku. Das Magazin behauptete, der Publisher prüfe aktuell einen möglichen Börsenrückzug. Außerdem hätten ausländische Investmentfonds bereits Interesse angemeldet. Diese Meldung sorgte gestern dafür, dass der Aktienkurs von Square Enix an der Tokioter Börse um satte sieben bis zwölf Prozent nach oben schoss.
„Die September-Ausgabe des Monatsmagazins Sentaku enthielt einen Bericht über einen möglichen Börsenrückzug der Square Enix Holdings Co., LTD. (das ‚Unternehmen‘). Diese Informationen stammen jedoch nicht von uns“, erklärte Square Enix in einer Stellungnahme, die noch am selben Tag erschien. Weiter heißt es: „Das Unternehmen zieht es derzeit überhaupt nicht in Betracht, sich von der Börse zurückzuziehen.“
Woher diese Gerüchte überhaupt stammen? Laut einem Bericht von Investing.com könnte der Großaktionär 3D Investment Partners der Auslöser der Spekulationen sein. Dieser hält rund 18,5 Prozent der Anteile an Square Enix. Das Investmentunternehmen hatte die Managementpläne von Square Enix in der Vergangenheit scharf kritisiert und den Vorstand dazu aufgefordert, die Firmenstrategie grundlegend zu überdenken.
In den letzten vier Jahren musste Square Enix bereits mehrere Entlassungswellen durchmachen. Der Konzern ist dabei, seine gesamten Firmen- und Entwicklungsstrukturen rigoros umzukrempeln. So verkaufte Square Enix seine westlichen Studios – darunter Crystal Dynamics, Eidos Montreal und Square Enix Montreal – im Jahr 2022 an die Embracer Group. Drei Jahre danach entließ der Publisher über 100 Mitarbeitende in den USA und Großbritannien. Das Ziel: Publishing und Entwicklung sollten wieder stärker in Japan gebündelt werden.
Falls Square Enix die Börse tatsächlich verlässt, müsst ihr euch das so vorstellen: Der neue Käufer müsste sämtliche Aktien zurückkaufen und obendrauf noch eine ordentliche Prämie zahlen. Welche Folgen das haben kann, haben wir erst kürzlich gesehen, als der Public Investment Fund (PIF) aus Saudi-Arabien EA übernahm und von der Börse nahm. Das bescherte dem Publisher einen riesigen Schuldenberg in Milliardenhöhe. Es wird Jahre dauern, diesen abzubauen, was zweifellos drastische Anpassungen der Firmenstrategie erfordern wird.