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SteamDB übernommen: Nexus Mods verspricht kostenlosen Fortbestand
Die inoffizielle Steam-Datenbank SteamDB hat nach 13 Jahren einen neuen Eigentümer. Das bislang weitgehend von seinem Mitgründer xPaw betriebene Projekt gehört künftig zu Chosen und damit zur selben Unternehmensgruppe wie Nexus Mods. Für Nutzer soll sich zunächst nichts ändern.
SteamDB wurde 2013 von Pavel „xPaw“ Djundik und Marlamin ins Leben gerufen. Die nicht zu Valve gehörende Plattform bereitet öffentlich zugängliche Steam-Daten auf und dokumentiert unter anderem Spielerzahlen, Preisentwicklungen, Veröffentlichungstermine sowie Änderungen an Spielen, Builds, Depots und Manifesten. Damit hat sich die Website nicht nur für Spieler, sondern auch für Entwickler, Publisher und Medien zu einer wichtigen Informationsquelle entwickelt.
Mit dem Wachstum von Steam stieg allerdings auch der Aufwand hinter dem Projekt. Nachdem sich Marlamin bereits vor einigen Jahren zurückgezogen hatte, lag der laufende Betrieb im Wesentlichen bei xPaw. Was als Hobby begonnen habe, sei hinsichtlich des Zeitaufwands längst zu einer Vollzeitbeschäftigung geworden. In seiner Ankündigung spricht der Entwickler zudem offen von zunehmender mentaler Belastung und einem Burnout.
Bereits vor einigen Jahren habe er erfolglos nach einem geeigneten Nachfolger gesucht. Im Januar 2026 begann xPaw erneut mit der Suche nach einem Partner, der SteamDB dauerhaft weiterführen kann. Fündig wurde er bei Chosen, dem Unternehmen hinter Nexus Mods. Über den Kaufpreis und weitere finanzielle Einzelheiten machen die Beteiligten keine Angaben. xPaw soll den Übergang in den kommenden Monaten begleiten.
SteamDB soll als eigenständige Plattform mit eigener Marke, Website und Community erhalten bleiben. Ein Konto bei Nexus Mods wird für die Nutzung nicht benötigt und auch die Anmeldung über Steam bleibt auf die bisherigen Funktionen beschränkt. Sämtliche derzeit kostenlos verfügbaren Angebote sollen kostenlos bleiben; das gilt ebenfalls für die Browser-Erweiterung. Neue Funktionen könnten zukünftig allerdings gesondert monetarisiert werden.
Chosen kündigt an, SteamDB mit einem finanzierten Team sowie zusätzlichen Ressourcen für Infrastruktur, Sicherheit und Skalierbarkeit auszustatten. Darüber hinaus sollen künftig Steam-Schlüssel für bislang nicht erfasste Spiele gekauft werden. Bisher war das Projekt bei der Analyse von Dateien und Depots teilweise auf gespendete Keys angewiesen.
Ganz ohne Einnahmen soll SteamDB unter dem neuen Eigentümer nicht bleiben. In einer ausführlichen FAQ nennt das Unternehmen Partnerschaften, Integrationen und Affiliate-Links als mögliche Finanzierungswege. Klassische Display- oder programmatisch ausgespielte Werbung sei hingegen nicht geplant. Ebenso verspricht Chosen, keine persönlichen Nutzerdaten zu verkaufen. Aggregierte Analysedaten sollen jedoch Aufschluss darüber geben, welche Funktionen verwendet werden.
Eine engere Verbindung der beiden Plattformen ist vor allem im Hintergrund vorgesehen. SteamDB verfügt über historische Informationen zu Builds, Depots, Manifesten und den enthaltenen Dateien. Nexus Mods möchte diese Daten mit Modding-Werkzeugen und Mod-Metadaten verknüpfen.
Ein Mod-Manager könnte dadurch erkennen, welche Version eines Spiels installiert ist und für welche Version eine Mod entwickelt wurde. Denkbar sind außerdem Warnungen, bevor ein Steam-Update eine bestehende Mod-Zusammenstellung unbrauchbar macht, sowie eine zuverlässigere Installation kompletter Mod-Sammlungen. Auch eine Überprüfung, ob die Dateien eines Spiels und seiner Mods zum erwarteten Stand passen, wäre auf dieser Grundlage möglich.
Konkrete Funktionen oder Termine nennt Nexus Mods bislang nicht. Als weitere mögliche Verknüpfungen führt das Unternehmen Hinweise auf die jeweilige Modding-Community innerhalb von SteamDB und Spielerstatistiken von SteamDB auf den Seiten von Nexus Mods an. Wer keine Mods verwendet, soll von der Verbindung beider Angebote hingegen kaum etwas bemerken.