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GPT-6 Astra: Wie sich OpenAIs neues Top-Modell von Fable 5 und GPT-5.6 Sol absetzt
Aufgrund der Leistungsfähigkeit im Bereich Cybersicherheit hatte OpenAI den Start des neuen Astra-Modells verzögert, jetzt wurde es als GPT-6 offiziell vorgestellt. Wie fast erwartet liefert es Top-Werte in den Benchmarks. Interessant ist aber, dass es präziser die Aufgaben erledigen soll, wie Nutzer es sich wünschen.
Verfügbar ist Astra zunächst für ausgewählte Partner und Organisationen. In den kommenden Tagen soll es dann für die kostenpflichtigen Abo-Stufen Plus, Pro sowie die Business- und Enterprise-Tarife verfügbar sein. Der Zugang über die API und AWS folgt ebenfalls.
Den von OpenAI veröffentlichten Benchmarks zufolge setzt sich GPT-6 an die Spitze der KI-Modelle. Es übertrifft sowohl den Vorgänger GPT-5.6 Sol als auch Fable 5.1 von Anthropic, in manchen Bereichen deutlich.
OpenAI spricht davon, dass die Fortschritte vor allem in Bereichen wie Coding, Computernutzung oder Forschung bedeutend sind. Zusätzlich soll GPT-6 effizienter laufen. Im ExploitGym-Benchmark, der Cybersicherheitsfähigkeiten testet, kam GPT-6 auf einen Wert von 42,4 Prozent und verbrauchte dabei „substanziell weniger Token“ als GPT-5.6 Sol, das 30,3 Prozent erreichte. Groß sind laut OpenAI auch die Fortschritte bei multimodalen Anwendungen, also etwa dem Generieren von Videos oder Präsentationen.
Bemerkenswert ist auch das 96-Prozent-Niveau, das Astra in Arc-AGI-3 erreicht. Der Benchmark beinhaltet Aufgaben, die für Menschen intuitiv und vergleichsweise leicht zu lösen sind, KI-Systeme bis dato aber vor ziemlich große Hürden stellten. Mit den 96 Prozent befindet sich GPT-6 nun aber fast auf dem Niveau von Menschen, sagt Greg Kamradt von der Arc Prize Foundation.
Auffällig bei GPT-5.6 Sol war, dass es nicht immer so handelte, wie es von den Nutzern gewünscht war. Das Alignment – also die Fähigkeit des Modells, im Sinne der Vorgaben zu handeln – war anfällig, beim Lösen von Aufgaben kam es zu ungewollten Nebeneffekten. Nutzer in sozialen Medien berichteten etwa von ungewollt gelöschten Ordnern.
In diesem Bereich hat OpenAI bei GPT-6 angesetzt. Infolge des Hugging-Face-Vorfalls hat man einen ExploitGym-Test entwickelt, der prüft, ob ein Modell bei einer schweren oder nicht zu lösenden Aufgabe zu Mitteln greift, die über die intendierte Verhaltensweise hinausgehen. Die Modelle versuchen in diesem Fall also etwa, nicht die Aufgabe direkt zu lösen, sondern sich Lösungen aus dem Internet zu beschaffen.
Bei diesem Test der Modelle ohne Sicherheitsmechanismen, die etwa kritische Anfragen blocken, kam GPT-5.6 Sol auf einen Wert von 48,2 Prozent. GPT-6 Astra leistete sich laut OpenAI keine Aussetzer. Interessant wird dennoch zu beobachten sein, wie sich diese Ergebnisse auf die Alltagsmodelle übertragen lassen, die mit Sicherheitsmechanismen ausgestattet sind.
Bei den Cybersicherheitsfähigkeiten hat GPT-6 Astra wie angekündigt zugelegt. OpenAI verweist auf externe Bewertungen. Demnach konnte das Modell ohne Sicherheitsmechanismen Code in „gehärteten“ Browsern ausführen und entwickelte Privilege-Escalation-Exploits für „gehärtete“ Betriebssysteme.
Die allgemein verfügbare Version ist daher wieder im Funktionsumfang begrenzt. Aufgaben wie Code Reviews und Patching kann es erledigen, die Entwicklung von Proof-of-Concept-Exploits wird aber blockiert.