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Wegen 192 GByte RAM: Gorgon-Halo-Mini-PCs von Acemagic & Minisforum für 5K, 6K oder 8K (Euro!)
AMD Gorgon Halo alias Ryzen AI Max+ 495 Pro ist zur IFA 2026 überall. Mit 192 GByte RAM werden Systeme aber noch viel teurer als erwartet. Eine offizielle Preisgestaltung traut sich außer Lenovo mit 128 GByte RAM noch keiner der Partner zu, doch hinter den Kulissen rangieren extrem hohe Zahlen, die nicht einmal abwegig sind.
Bei Minisforum heißt es am Stand der IFA 2026: 5.000 bis 6.000 Euro wird es wohl kosten. Die eigene Webseite nennt sogar eine vierstellige Zahl, die mit einer 7 beginnt – das heißt dann also 7.000+ Euro.
Getoppt wird das aber noch von Acemagic, die ein paar Meter weiter in der gleichen Halle gar von rund 8.000 Euro sprechen. 8.000 Euro! Für einen Mini-PC! Und das eigentlich nur, weil der 192 GByte Arbeitsspeicher verlötet mitbringt.
Selten zuvor hat so ein kleines Produkt die aktuelle Krise im Speichergeschäft und damit auch dem Endkundenmarkt stärker verdeutlicht. Und das zu einer Messe, die doch primär und gerade am Wochenende auf ganz normale Konsumenten und Laufkundschaft zielt. Diese testet vor Ort auch gern die LLM-Funktionen und ist durchaus begeistert, doch sobald auch nur der Preis des Vorgängers mit vergleichsweise humanen 1.900 bis 3.300 Euro genannt wird – je nach RAM-Ausstattung mit 64 oder 128 GByte – und der Ausblick, dass es hier mit 192 GByte noch viel teurer wird, winkt ein Jeder ab.
Das Problem ist jedoch ein gemeinsames, welches die chinesischen Mini-PC-Hersteller vereint: Keiner von ihnen bietet AMD Gorgon Halo auch mal mit 128 GByte an, alle setzen nur auf 192 GByte. Dass dies jedoch mitunter den halben Preis bedeutet, zeigt Lenovo mit dem ThinkCentre X Ultra zur Messe: Mit 128 GByte ist die gleiche APU von AMD bei „nur“ rund 3.700 Euro inklusive Steuern angesiedelt und damit preislich ziemlich nah am Vorgänger positioniert. Das ist wiederum nachvollziehbar, denn Gorgon Halo ist zu 98 Prozent Strix Halo, nur hier und da am Takt gefeilt.
Aber das erklärt am Ende auch, warum die Produkte letztlich schon wieder so spät kommen. In AMDs Keynote wurde die eigene AMD-Dev-Box Ryzen AI Halo auch erst für die kommenden Wochen und Monaten in Europa angekündigt. Gezeigt wurde sie zum ersten Mal zur CES 2026 vor exakt neun Monaten. Und in den USA gibt es dabei in nur einem Shop auch bisher nur die Strix-Halo-Version mit 128 GB für 3.999 US-Dollar, vom Gorgon-Halo-Modell fehlt dort auch noch jede Spur.
Und so ist es kein Wunder, dass ein Threadripper-Halo-System mit einer über ein Jahr alten 96-Kern-Zen-5-CPU nebst im Mai vorgestellter Instinct MI350P in maximal vierfacher Ausführung auf der Bühne der IFA 2026 nur gezeigt wurde, ohne dass ein Partner, Termin oder Preis genannt wurden. Das dürfte am Ende wohl ein 2027er Produkt mit einem deutlich sechsstelligen Preis sein, zumal man sich die gleiche CPU bereits mit vierfacher Nvidia RTX PRO 6000 Blackwell zusammenbauen kann und so – nur mit GDDR und keinem HBM – problemlos einen sechsstelligen Preis erreicht – konfigurierbar beispielsweise bei Mifcom. Da Speicher stetig weiter im Preis steigt, wird auch das noch nicht einmal veröffentlichte Produkt so vorab bereits stetig teurer.