// STADT-BREMERHAVEN — MONDO
Windows 11: Microsoft führt Altersverifikation ein und schränkt Funktionen ein
von Carsten Knobloch
7. Sep. 2026 |
3
Microsoft bereitet sein Ökosystem auf strengere Jugendschutzgesetze vor und führt schrittweise eine Altersverifikation unter Windows 11 ein. Wie aus neuen Support-Dokumenten hervorgeht, schlägt das System künftig direkt auf Apps durch. Erstes prominentes Beispiel ist die kostenlose Version von Microsoft Teams, bei der nicht verifizierte Konten oder Minderjährige mit deutlichen Funktionseinschränkungen rechnen müssen.
Betroffene Nutzer in entsprechenden Regionen erhalten demnächst einen Hinweis in Teams, ihr Alter über das verknüpfte Microsoft-Konto zu bestätigen. Nach der Prüfung kann es bis zu 24 Stunden dauern, bis alle Zugriffe freigeschaltet sind. Wer den Prozess ignoriert, kann Teams Free zwar weiter nutzen, verliert aber den Zugriff auf Mitschnitte von Besprechungen, die Copilot- und KI-Funktionen sowie Community-Features.
Für Minderjährige greifen je nach Alter und Region noch härtere Vorgaben. So lassen sich Communities weder erstellen noch betreten. Zudem sind Kinder standardmäßig weder über ihre E-Mail-Adresse noch über ihre Telefonnummer auffindbar und erhalten erst dann Einladungen per Mail, wenn dies in den Einstellungen ausdrücklich freigegeben wurde. Viele Funktionen setzen zudem das Einverständnis der Eltern voraus. Da die gesetzlichen Altersgrenzen weltweit variieren, etwa 13 Jahre in den USA oder 18 Jahre in Deutschland, greift Microsoft zu regional angepassten Profilen.
Unter der Haube wickelt Microsoft das Ganze über neue Windows Age APIs ab. Entwickler registrierter Anwendungen können künftig den Verifikationsstatus sowie grobe Altersspannen wie unter 10, 10 bis 12, 13 bis 15, 16 bis 17 oder ab 18 Jahren abfragen. Das eigentliche Geburtsdatum oder persönliche Daten der Nutzer bekommen die Apps dabei nicht zu Gesicht.
Voraussetzung für die Schnittstelle sind Windows 11, ein eingeloggtes Microsoft-Konto sowie eine Registrierung bei Microsofts Digital-Safety-Plattform. Scharfgeschaltet werden die neuen APIs voraussichtlich mit einem späteren Update im Laufe des Jahres, passend zum Rollout von Windows 11 26H2. Bis dahin greifen die bisherigen Mechanismen der einzelnen Anwendungen.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kauft ihr darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision - ohne Aufpreis für euch und ohne Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung.