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DLSS 5 im ersten Tech-Test: Nvidias neues KI-Feature lässt die Framerate massiv einbrechen
Die Experten von Digital Foundry haben die Grafik-Technologie in NBA 2K7 analysiert. Trotz optischer Verbesserungen halbiert sich die Leistung teilweise.
Nvidias neue KI-gestützte Technologie zur Grafik-Verbesserung, DLSS 5, wurde nun ausführlich getestet. Das Ergebnis: Sie zieht die Framerate von Spielen massiv nach unten. Bereits im Vorfeld des Debüts in NBA 2K7 gab es entsprechende Befürchtungen. Nach ersten echten Tests ist der starke Performanceeinbruch nun bestätigt. Die Experten von Digital Foundry bezeichnen das Feature als "super, super schwergewichtig".
Laut Digital Foundry brach die Framerate in NBA 2K7 bei aktiviertem DLSS 5 um etwa 40 bis 60 Prozent ein. Ein Beispiel: Eine High-End-Grafikkarte wie die GeForce RTX 5090 erreichte bei nativen 4K und Ultra-Einstellungen normalerweise 128,4 fps. Mit DLSS 5 stürzte dieser Wert auf 62,7 fps ab. Selbst auf einer RTX 5060 fielen die fps bei Ultra-Einstellungen in 1080p von 72,8 auf 42,3.
"Das ist wirklich super, super schwergewichtig", erklärte Richard Leadbetter, der Gründer von Digital Foundry. "Aber es läuft interessanterweise auf der gesamten RTX-50-Serie, inklusive Laptops. Damit hatte ich nicht gerechnet." Er fügte hinzu: "Man muss allerdings bedenken: Im Vergleich zu einem riesigen Triple-A-Titel ist das hier ein relativ genügsames Spiel. Das spielt natürlich eine Rolle."
Deep Learning Super Sampling (DLSS) wurde von Nvidia ursprünglich entwickelt, um die PC-Performance zu steigern. Dabei wird ein Spiel intern in einer niedrigeren Auflösung berechnet und per KI hochskaliert, was normalerweise deutlich mehr Bilder pro Sekunde liefert.
Im Zentrum der Diskussion standen die sogenannten "Frame-Time-Kosten". Diese sind bei DLSS 5 offenbar relativ fix. Je nach Grafikkarte und Auflösung variieren sie zwischen 8,2 und 13,7 Millisekunden. "Acht Millisekunden Rechenzeit für 4K auf einer 5090 – sagen wir es mal so: Das ist extrem teuer erkauft", betonte Leadbetter.
DLSS 5 stand bei seiner Ankündigung im März massiv in der Kritik. Das Feature nutzt KI-basiertes "Neural Rendering", um das Aussehen von Charakteren in Spielen zu verändern. John Linneman von Digital Foundry gehörte damals zu den schärfsten Kritikern. Umso interessanter ist es nun, dass ihn die "sehr, sehr subtile" Umsetzung in NBA 2K7 durchaus beeindruckt hat.
"Ich würde sagen, es funktioniert eigentlich ziemlich gut", sagt Linneman. Er hob besonders hervor, wie DLSS 5 die Beleuchtung der Zuschauer und die Trikots der Spieler aufwertet. Das Feature sorgt für eine Art Schlagschatten-Tiefe, die sonst fehlen würde. Und das war's – die Texturen der Charaktere bleiben völlig unangetastet.
"Ich hatte das Gefühl, dass dies ein bewusster Schritt zurück war, im Vergleich zu dem, was wir im März gesehen haben", fügte Linneman hinzu. "Damals sahen wir massive, tiefgreifende Veränderungen an der gesamten Spielgrafik. Es wirkte fast so, als würden künstlich Lichtquellen an Stellen platziert, wo logischerweise gar kein Licht sein sollte und so weiter. Bei NBA hatte ich dieses Gefühl überhaupt nicht. Es war also ein überzeugendes Beispiel."
Später relativierte er jedoch: "Es wirkt einfach wie eine ziemlich kostspielige Methode, um das Bild mit schicken Beleuchtungsdetails aufzuwerten – auch wenn es nicht mehr so verrückt klingt, wie anfangs befürchtet."