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Macs und iPads zuerst: Apple setzt die Preise hoch
Apple hat erste Hardware-Preise nach oben korrigiert, um bei explodierenden Speicherpreisen die Gewinnspanne zu wahren. Für Kunden wird es deutlich teurer.
Erst Vorwarnung, jetzt Vollzug. Eine Woche nach der Ankündigung von Tim Cook hat Apple jetzt die Preise mehrerer Produktkategorien nach oben gesetzt – und das deutlich. Am Donnerstag war dies bereits unter anderem bei Macs und iPads zu verzeichnen: Das populäre MacBook Air verkauft der Hersteller nun erst ab 1400 Euro, zuvor lag der Einstiegspreis für das 13-Zoll-Modell mit M5-Chip noch bei 1200 Euro. Der Neuling MacBook Neo kostet jetzt mindestens 800 Euro statt zuvor 700 Euro.
Schmerzhaft wird es auch beim MacBook Pro: Statt bei 1900 Euro geht es jetzt erst bei 2200 Euro los, für das Spitzenmodell mit M5 Max, 128 GByte RAM und 8 TByte SSD sind nun über 11.300 Euro fällig. Im Handel liegen die Preise aktuell noch deutlich niedriger als beim Hersteller.
Der Mac Studio startet neuerdings bei 3000 Euro, der lange für unter 600 Euro erhältliche Mac mini M4 mit 256 GByte SSD liegt jetzt beim Hersteller bei 950 Euro. Einen iMac gibt es künftig erst ab 1800 Euro. Bei allen Desktop-Macs steht das M5-Update noch aus.
Ähnlich gestaltet sich die Preisanpassung bei iPads: Für das Basis-iPad, das als letzter Computer im Lineup Apple Intelligence nicht unterstützt, berechnet Apple jetzt knapp 500 Euro (zuvor 380 Euro). Das iPad Air beginnt bei 800 statt 650 Euro und das iPad Pro kostet ab sofort mindestens 1300 Euro (zuvor 1100 Euro) – Tastaturhülle und Stift nicht mitgerechnet.
Selbst sehr alte Apple-Hardware kostet mehr: Die seit fast vier Jahren nicht mehr aktualisierte Apple-TV-Box springt sogar in der Basiskonfiguration über die 200-Euro-Marke auf neuerdings 230 Euro. Das mit Ethernet und Thread ausgerüstete Modell kostet jetzt stolze 300 Euro. Die Preise für HomePod und HomePod mini hat Apple ebenfalls erhöht. Sogar die Vision Pro wird mit einem neuen Einstiegspreis von 4000 Euro noch teurer.
iPhones und Apple Watches sind von den weltweit durchgeführten Preiserhöhungen – Stand Donnerstagnachmittag – nicht betroffen. In einer Stellungnahme deutete der Hersteller aber an, dass weitere Erhöhungen folgen könnten. Apple habe „jetzt einen Punkt erreicht, an dem wir damit beginnen müssen, die Preise zu erhöhen“, betonte ein Unternehmenssprecher gegenüber dem Wall Street Journal.
Die Schuld gibt der Konzern dem KI-Hype: Der schnelle Ausbau von KI-Datenzentren habe „einen außergewöhnlichen Anstieg der Nachfrage von Arbeitsspeicher und Speicher geschaffen“, zitiert Bloomberg aus einem Apple-Statement. Derart schnell und stark steigende Preise für Komponenten habe das Unternehmen noch nie beobachtet.
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