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Wie der AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt in Frankreich bewertet wird
Auch in Frankreich ist der AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt Thema. Viele Politiker sind entsetzt - gilt die AfD doch als noch extremer als der Rassemblement National. Dessen Frontfrau Le Pen schweigt zum deutschen Wahlergebnis.
In Frankreich jagt der AfD-Sieg vielen politischen Akteuren und Akteurinnen einen Schauder über den Rücken. Und das, obwohl hier der rechtsnationale Rassemblement National von Marine Le Pen seit Jahrzehnten immer größer wird.
Doch die AfD wirkt in den Augen vieler noch radikaler als die heimische extreme Rechte. Ex-Präsident François Hollande von den Sozialisten warnt in France Info: "Die AfD zählt zu den radikalsten extrem rechten Parteien Europas." Sie sei eine Partei, die zu ihren Verbindungen zu Neonazis stehe.
Und sein Parteikollegen und Präsidentschaftskandidat Olivier Faure pflichtet ihm bei: Die Tatsache, dass die AfD staatlich finanzierte Schulbesuche in den früheren Konzentrationslagern des Nazi-Regimes abschaffen wolle, müsse Gruseln auslösen. Man müsse verhindern, dass sich Frankreich bei Deutschland anstecke.
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Aus der Mitte des politischen Spektrums meldet sich heute Gabriel Attal von Macrons Partei Renaissance, der ebenfalls im kommenden Jahr Präsident werden will. Auch er ist alarmiert. "Wir müssen aus dem AfD-Sieg die richtigen Schlüsse für die Präsidentschaftswahlen hier bei uns ziehen", sagte Attal.
Man sehe doch, dass die Brandmauer-Strategie allein noch kein ausreichend attraktives politisches Projekt ist. "Wir müssen konkrete Maßnahmen und eine Vision anbieten, die den Alltag der Menschen verbessern, und zeigen, wie man mit dem Wandel in der Welt umgehen kann."
Für den linksradikalen Präsidentschaftskandidaten Jean-Luc Mélenchon von der Partei LFI ist der AfD-Sieg ein "Desaster". Er sei auf die "Verblendung der Parteien der Mitte" zurückzuführen. Und Mélenchon schickt eine Warnung nach Deutschland: Vor dem Hintergrund des Ergebnisses in Sachsen-Anhalt sei das Projekt der deutschen Bundesregierung, die stärkste konventionelle Armee Europas aufzubauen, für Frankreich "inakzeptabel".
Orbans Niederlage wirft die Frage auf, wie es um rechtsnationale Parteien in anderen Staaten Europas steht.
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Es fällt auf, dass ausgerechnet die Präsidentschaftskandidatin des rechtsnationalen Rassemblement National, Marine Le Pen, gar nicht auf den AfD-Sieg reagiert hat. Sie war zuletzt auf Distanz zur AfD gegangen, weil sie ihre eigene Entdämonisierungsstrategie nicht gefährden will.