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Arm CSS for Mobile 2: C2-Ultra macht die CPU zum Orchestrator für KI‑Agenten
Das Arm CSS for Mobile 2 soll das Arm-Ökosystem auf das Zeitalter der KI-Agenten vorbereiten. Die Plattform künftiger Arm-Prozessoren besteht im Zentrum aus der neuen C2-Ultra-CPU mit doppelt so vielen SME2-Einheiten wie das C1-CPU-Cluster. Das ermöglicht mehr KI auf der CPU, die zugleich als Orchestrator für KI-Agenten dient.
Auf die letztjährige Arm Lumex CSS Platform mit (unter anderem) neuen C1-CPU-Kernen und Mali-G1-GPUs lässt Arm dieses Jahr kurz nach der IFA, aber noch vor den ersten entsprechenden Chip-Ankündigungen, das Arm CSS for Mobile 2 folgen. Ein Jahr nach Bekanntgabe der neuen Lumex-Namensgebung ist diese schon wieder verschwunden, stattdessen rückt Arm den Begriff CSS (Compute Subsystem) weiter in den Fokus.
Das Arm Compute Subsystem (CSS) ist ein von Arm entwickeltes, weitgehend vorkonfiguriertes Komplettpaket für den Bau eigener SoCs, das neben den eigentlichen CPU-Kernen auch wichtige Komponenten wie Interconnect, Speicherverwaltung, Sicherheitsfunktionen, Firmware und grundlegende System-IP umfasst. Ziel ist es, Chipherstellern wie MediaTek oder Samsung die Entwicklung eines leistungsfähigen Arm-Prozessors zu erleichtern und zu beschleunigen, weil nicht jedes Element eines modernen SoCs selbst entwickelt und validiert werden muss.
Statt nur einzelne CPU-Kerne zu lizenzieren, was Arm jedoch weiterhin ermöglicht, erhalten Hersteller mit dem CSS eine validierte Plattform als Ausgangsbasis, die sie anschließend mit eigener IP, Beschleunigern wie GPUs oder NPUs, I/O und weiteren Komponenten an ihre Anforderungen anpassen können. Arm will damit insbesondere die Entwicklung kundenspezifischer CPUs für Mobile, Rechenzentren, Cloud, Automotive und andere anspruchsvolle Anwendungen beschleunigen.
Das Arm CSS for Mobile 2 stellt die jüngste Iteration dieser Bestrebung dar und ist für das bevorstehende Zeitalter der KI-Agenten ausgelegt. Nachdem schon die letztjährige Plattform mit ihren neuen SME2-Einheiten das Thema KI direkt auf der CPU in den Fokus rückte, ist dies bei dem CSS for Mobile 2 und den neuen (teils aber nur neu benannten) C2-CPU-Kernen noch stärker der Fall. Zugleich wird die CPU zum Orchestrator für KI-Agenten befördert und soll entsprechende Workloads – je nach Szenario – auch an andere Beschleuniger im System-on-a-Chip, wie GPU oder NPU, weiterreichen.
Aber was sind diese zuletzt häufiger erwähnten KI-Agenten eigentlich und wie unterscheiden sie sich von „klassischer“ KI?
KI-Agenten sind KI-Systeme, die nicht nur auf eine einzelne Anfrage reagieren, sondern eigenständig mehrstufige Aufgaben planen, Entscheidungen treffen und Aktionen ausführen können. Sie können beispielsweise Informationen aus verschiedenen Quellen sammeln, Tools und Anwendungen bedienen, Zwischenergebnisse bewerten und ihre Vorgehensweise anpassen, bis ein definiertes Ziel erreicht ist. Klassische KI arbeitet dagegen meist reaktiv: Sie erhält eine Eingabe und erzeugt daraufhin eine Ausgabe, etwa eine Antwort, eine Übersetzung oder eine Bildklassifizierung.
Ein KI-Agent geht darüber hinaus, indem er selbstständig handelt und mehrere Schritte miteinander verknüpft. Vereinfacht ausgedrückt: Klassische KI beantwortet eine Frage, ein KI-Agent bekommt ein Ziel und versucht, dieses eigenständig zu erreichen.
Das stellt entsprechende Anforderungen an die Hardware (und Software), etwa an die CPU, die Speicherbandbreite, die Latenz und zusätzliche Beschleuniger. Weniger wichtig beziehungsweise nicht allein ausschlaggebend ist die maximale KI-Leistung einer einzelnen Komponente wie etwa einer NPU, sondern die Kombination aus hoher Inferenzleistung, niedriger Latenz, großem Speicher, Energieeffizienz und sicherem Zugriff auf das gesamte System.
Das CSS for Mobile 2 sei genau für diese Art von neuen KI-Workloads ausgelegt, erklärt Arm. Im Zentrum steht dabei das neue C2-CPU-Cluster, das auf die letztjährigen Neuentwicklungen C1-Ultra, C1-Premium, C1-Pro und C1-Nano folgt. Tatsächlich neu ist dieses Jahr aber nur der C2-Ultra als neue