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SLI-Comeback: DLSS-5-Mod verteilt die Arbeit auf zwei Grafikkarten
Mit MGPU Bridge erhält die Zweit-Grafikkarte eine neue Aufgabe: Während eine GPU das Spiel rendert, übernimmt die andere DLSS 5 Neural Rendering. Der Entwickler demonstriert den Ansatz mit zwei RTX 5060 Ti. Die veröffentlichten FPS müssen allerdings eingeordnet werden.
Das Open-Source-Projekt Neural Coprocessor soll die Grafikkarte, auf der das Spiel läuft, von der aufwendigen KI-Nachbearbeitung entlasten. Dafür stellt der Entwickler das ReShade-Add-on MGPU Bridge bereit. Am 7. September wurde die erste vorkompilierte Version 0.1.0 veröffentlicht, die Anwender nicht mehr selbst aus dem Quellcode erstellen müssen.
Wie die technische Dokumentation beschreibt, greift das Add-on fertig gerenderte Bilder ab und überträgt sie an die zweite GPU. Diese führt das Neural Rendering aus und zeigt das Ergebnis in einem eigenen Fenster auf einem an ihr angeschlossenen eigenen Monitor. Ein Rücktransport der bearbeiteten Bilder zur ersten Karte entfällt dadurch.
Die Arbeitsteilung erfolgt somit zwischen dem Rendern des Spiels und der anschließenden KI-Bearbeitung. Das eigentliche Spiel bleibt vollständig auf einer GPU. Dadurch ist der Ansatz genau genommen nicht mit SLI vergleichbar.
Demonstrationen zeigen das Verfahren in The Blood of Dawnwalker und Cyberpunk 2077. Zum Einsatz kommen jeweils zwei GeForce RTX 5060 Ti mit 16 GB. Die Leistungsmessungen stammen allerdings ausschließlich aus dem erstgenannten Spiel.
Für The Blood of Dawnwalker nennt der Entwickler Messwerte aus derselben unbewegten Szene bei 1.920 × 1.080 Pixeln. Das betreffende System kombiniert einen Ryzen 7 7800X3D mit zwei über PCIe 5.0 x8 angebundenen RTX 5060 Ti.
Gemessen wurde die Bildrate des Spiels. Bei ausgelagerter KI-Bearbeitung entspricht sie nicht automatisch der Bildrate der fertig nachbearbeiteten Ausgabe auf dem zweiten Monitor.
Der jeweilige DLSS-Modus bleibt innerhalb jeder Zeile gleich. Im Performance-Modus steigt die Bildrate des Spiels durch die Auslagerung beispielsweise von 59 auf bis zu 107 FPS.
Verglichen werden zwei per ReShade eingebundene Lösungen: RenoDX auf der Spiel-GPU und MGPU Bridge auf der zweiten Karte. Die Ergebnisse lassen sich deshalb nicht unmittelbar auf eine native DLSS-5-Integration wie in NBA 2K27 übertragen.
Laut Projektbeschreibung laufen Spiel und KI-Ausgabe mit getrennten Bildraten. Wird die Nachbearbeitung aufwendiger, kann die Ausgabe auf dem zweiten Monitor langsamer werden, während das Spiel auf der ersten GPU weiterhin viele Bilder berechnet. Die Bridge kann inzwischen überholte Bilder überspringen und ein neueres bearbeiten.