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Mistral sammelt weitere 3 Milliarden Euro von Investoren ein
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
Das drei Jahre alte französische KI-Startup Mistral hat weitere 3 Milliarden Euro von Investoren eingesammelt. Das Unternehmen wird derzeit mit 21 Milliarden Euro (24 Milliarden Dollar) bewertet.
Die entsprechende Finanzierungsrunde war laut Mistral die größte, die je von einem europäischen Unternehmen abgeschlossen wurde. Angeführt wurde sie vom bereits bestehenden Investor PSG Equity sowie von Samsung Electronics aus Südkorea und dem in der EU beheimateten Scaleup Europe Fund, die beide zum ersten Mal in Mistral investierten. Das Fundraising macht Mistral zu dem am zweithöchsten bewerteten privaten Tech-Unternehmen in Europa mit dem im europäischen Vergleich höchsten Wachstumstempo. Es gilt als Europas beste Chance, ein führendes KI-Unternehmen zu etablieren. Im Vergleich zu seinen amerikanischen Mitbewerbern ist Mistral dennoch ein Zwerg – so kommt Anthropic mit 965 Milliarden auf eine etwa 40-mal höhere Unternehmensbewertung und auch OpenAI liegt mit 852 Milliarden deutlich vor Mistral.
Mistral steht auch für die Hoffnung auf die technologische Unabhängigkeit Europas von den USA, deren Dringlichkeit erst kürzlich wieder spürbar wurde, nachdem die USA den Zugriff auf die fortgeschrittensten Modelle von Anthropic für Ausländer unterbanden. “Es ist wichtig, dass die EU oder Europa einen eigenen KI-Anbieter im Spiel hat”, sagte denn auch Mistrals Chief Financial Officer, Johan Bergqvist, gegenüber Reuters. Mistral, das “offene” Modelle entwickelt, die es seinen mehr als 125 Kunden ermöglichen, Modelle herunterzuladen und auf ihren eigenen Servern anzupassen, ist laut Bergqvist auf dem besten Weg, bis zum Jahresende einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz von 1 Milliarde US-Dollar zu erzielen.
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