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Patchday-Rekord: Microsoft beseitigt im September knapp 1.000 Sicherheitslücken
Mit dem September-Patchday (KB5121003) erreichen die drei großen Neuerungen aus dem optionalen August-Update jetzt alle Windows-11-Nutzer. Diese erhalten das anpassbare Startmenü, die bewegliche Taskleiste sowie die neue Windows-Suche. Im Rahmen des Patchdays schließt Microsoft insgesamt 974 Schwachstellen.
Die meisten Sicherheitspatches erhält Windows, die 723 CVE sind nochmals ein deutliches Plus gegenüber dem August und Juli. Dahinter folgt Office mit 111 Patches und SQL mit 62. Zu den bemerkenswerten Updates zählt Microsoft zwei Zero-Day-Exploits (CVE-2026-81963; CVE-2026-85880), die bereits ausgenutzt werden.
Laut derZero Day Initiative steigt die Anzahl der Sicherheitspatches sogar auf 997, wenn die Liste um externe und Chromium-Bugs ergänzt wird. 114 der Sicherheitslücken werden als kritisch eingestuft.
Wie mittlerweile üblich, bleibt die Anzahl der geschlossenen Sicherheitslücken auf Rekordniveau. Der Grund sind die automatisierten KI-Tools, die Microsoft nutzt, um Schwachstellen zu identifizieren und Patches zu entwickeln.
Zu den Neuerungen des September-Patchdays zählen die Funktionen aus dem optionalen August-Update. Weil der Patchday automatisch aufgespielt wird, erreichen diese nun alle Systeme.
Im Fokus stehen das Startmenü und die Taskleiste. Beim Startmenü können Nutzer nun einzelne Bereiche gezielt aktivieren und deaktivieren. Grenzen gibt es keine. Somit lässt sich etwa ein Startmenü erstellen, das einfach nur eine Liste der installierten Apps enthält – oder sogar komplett leer ist. Die Taskleiste lässt sich nun wieder – wie schon in der Zeit von Windows 10 und davor – an die linke, rechte und obere Seite des Bildschirms verschieben. Ebenso lässt sich die Größe anpassen.
Neu ist auch die Windows-Suche, die präziser arbeitet und eine kompaktere Übersicht bietet. Nutzer haben zudem die Wahl, Treffer aus dem Microsoft Store und Bing abzuschalten. Dafür ist es möglich, mehr Ordner als bislang indexieren zu lassen.
Die Liste der Neuerungen umfasst noch zahlreiche Anpassungen. Zu diesen zählen etwa noch ein beschleunigter Datei-Explorer, eine zuverlässig arbeitende Taskleiste sowie optimierte Prozesse beim Windows-Setup und bei den Windows-Updates. Eine vollständige Übersicht bietet Microsoft in der Dokumentation.
Mit dem September-Patchday startet Microsoft damit, die Speicherintegrität in der VBS-Umgebung – auch bekannt als HVCI – systematisch auf mehr Systemen zu aktivieren. Bei Neuinstallationen ist diese ohnehin aktiviert. Wenn Nutzer aber noch eine Betriebssystemversion am Laufen haben, die von einem Windows-10-Upgrade stammt, kann sie nicht eingeschaltet sein. Das macht Microsoft nun automatisch. Haben Nutzer HVCI bewusst deaktiviert, bleibt es dabei.
Die aktivierte Speicherintegrität kann Leistung kosten, das gilt insbesondere für ältere Systeme. Wie Microsoft Anfang September in einem Blog-Beitrag erklärte, ist Speicherintegrität eine der Grundlagen, um Hotpatch-Updates bereitzustellen. Diese ermöglichen, Windows 11 ohne Neustarts zu aktualisieren.