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Korruptionsvorwürfe um Scam-Zentren: Ukrainischer Generalstaatsanwalt tritt ab
Aus der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine heraus sollen betrügerische Call-Center geschützt worden sein. Der Chef weist die Vorwürfe zurück, tritt aber ab.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
In der Ukraine hat Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko nach Korruptionsvorwürfen in Zusammenhang mit Scam-Zentren zum Betrug von Menschen im In- und Ausland seinen Rücktritt angekündigt. In dem Beitrag auf Telegram weist er die Vorwürfe aber weiter von sich. Sein Rücktritt sei eine politische Entscheidung, um den Missbrauch seines Amts zu verhindern.
Mit dem Schritt reagiert Krawtschenko auf wenige Tage vorher publik gemachte Vorwürfe der nationalen Antikorruptionsbehörde. Sie hatte erklärt, dass eine kriminelle Organisation rund um eine hochrangige Person aus der Generalstaatsanwaltschaft aufgedeckt wurde. Gegen Bestechungsgelder soll sie betrügerische Call-Center beschützt und bei der Geldwäsche geholfen haben, schreibt der Kyiv Independent.
Wie die ukrainische Zeitung aus den Vorwürfen der Antikorruptionsbehörde NABU zitiert, soll die Gruppe Mitte 2025 entstanden sein. Personen in der Generalstaatsanwaltschaft sollen „systematisch Bestechungsgelder angenommen haben, um im Gegenzug zuzulassen, dass betrügerische Call-Center, die auf Ukrainer und Ausländer abzielten, ungehindert operieren konnten“. Die Herkunft der Einnahmen soll durch Immobiliengeschäfte und über Vermögenswerte sowie Bankkonten von Dritten verschleiert worden sein. Festgenommen wurden demnach zwei Personen aus der Staatsanwaltschaft, die Rede sei aber auch von einem „Boss“. Details zu dessen Lebenslauf würden zu dem von Krawtschenko passen, schreibt die Zeitung noch. Er sei aber nicht angeklagt worden.
Weitere Informationen zu den Scam-Zentren, die aus der Generalstaatsanwaltschaft heraus vor Strafverfolgung geschützt worden sein sollen, gibt es in den Berichten nicht. Derartige kriminelle Operationen gibt es aber in vielen Teilen der Welt. Bei den Operationen geht es um die massenhafte Kontaktaufnahme von Menschen über das Internet und das Telefon. Mit unterschiedlichen Methoden wird dann versucht, ihnen Geld abzunehmen. Manche Opfer können auf diesem Weg enorme Summen verlieren. Erst im Frühjahr wurde ein Call-Center in Albaniens Hauptstadt Tirana ausgehoben worden, über das Menschen in Europa und Kanada 50 Millionen Euro abgeknöpft worden sein sollen.
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