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Fibrose-Wirkstoff aus der KI scheint biologisches Patientenalter zu senken
Ein mit KI entwickeltes Medikament gegen Lungenfibrose produziert in einer Studie auch Effekte, die auf eine gebremste Alterung hindeuten.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Ein von KI entworfenes Medikament namens Rentosertib gegen idiopathische pulmonale Fibrose scheint nicht nur gegen die Vernarbung der Lunge zu helfen, die es eigentlich behandeln soll. Zeitgleich verschiebt es laut einer Studie bestimmte Marker, anhand derer man das biologische Alter einer Person abschätzt, in Richtung eines jüngeren biologischen Altersprofils. Ob dahinter eine echte Verjüngung steckt oder die nachlassende Krankheitslast, ist noch nicht ganz klar.
Bei einer im vergangenen Jahr publizierten klinischen Phase-IIa-Studie schnitt das Medikament bereits als Wirkstoff gegen idiopathische pulmonale Fibrose gut ab. Im Rahmen dieser Studie nahmen die Forscher zu vier verschiedenen Zeitpunkten Blutproben, die sie nun weitergehend untersuchten. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz testeten die Forscher, ob das Medikament über die positiven Effekte für die Lunge hinaus auch allgemeine Alterungsprozesse im Körper positiv beeinflusst. Dafür kamen sechs sogenannte „proteomic clocks“ zum Einsatz – KI-Modelle, die anhand von Markern im Blutserum das biologische Alter von 42 Patienten bestimmten. Weil das alleine noch keine verlässlichen Ergebnisse liefert, maßen die Forschenden zusätzlich potenziell alterungshemmende Veränderungen unter anderem in Stoffwechselprozessen.
Das Ergebnis publizierten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Nature Biotechnology. Die sechs KI-Modelle zur Altersbestimmung (ProtAge, OrganAgemortality, OrganAgechrono, PAC, ipfP3GPT und PAOPAC) wurden von Forschungsgruppen aus Stanford, Oxford, Harvard, Exeter und von Insilico Medicine mit unterschiedlichen Methoden entwickelt – ein Teil davon allerdings auf derselben Datenbasis, den Proteomdaten der UK Biobank.
Sie zeigten übereinstimmend, dass das vorhergesagte biologische Alter der Behandelten im Vergleich zum Studienstart sank. Ob das eine echte Verjüngung bedeutet oder eine Folge der abklingenden Lungenerkrankung ist, lässt sich mit diesen Uhren alleine nicht klären – die Studienautoren sehen aber Hinweise darauf, dass die Effekte unabhängig von der gesundheitlichen Verbesserung sind. In der Gruppe mit einmal täglich 60 Milligramm lag der Unterschied zur Placebo-Gruppe nach vier Wochen bei rund 2,7 bis 3,5 Jahren. Das konsistenteste Alterungssignal zeigte aber die Gruppe mit zweimal täglich 30 Milligramm, obwohl dort die Lungenfunktion weniger deutlich zulegte.
Ähnliche Signale zeigte kürzlich auch der PAI-1-Inhibitor RS5614 der Universität Tohoku: In einer japanischen Studie sank das biologische Alter der Probanden nach vier Monaten Einnahme ebenfalls um zwei bis drei Jahre.
Statistisch signifikant war bei dieser Studie allerdings nur ein Teil der Vergleiche: 21 von 54, und diese konzentrierten sich auf Woche vier. Danach flachte der Effekt ab: Bis Woche zwölf vertiefte sich der Alterungsvorteil nicht weiter, sondern verharrte auf einem Plateau. Warum ist offen – die Autoren nennen als Möglichkeiten Gegenregulation im Körper, ein neues Gleichgewicht oder ein Mess-Artefakt der zu kurzen Beobachtungsdauer.
Die Forschenden beobachteten in ihren Messungen verschiedene Alterungssignale. Im Blut der Behandelten waren zum Beispiel typische Marker der zellulären Seneszenz herunterreguliert – also jenes Zustands, in dem sich Zellen nicht mehr teilen, aber entzündungsfördernde Stoffe ausschütten. In der Placebo-Gruppe stiegen dieselben Marker an. Zudem waren Wachstumsfaktor-Signalwege heruntergeregelt, die mit beschleunigter Alterung in Verbindung stehen; auch im Antioxidans- und Cholesterinstoffwechsel zeigten sich Verschiebungen. Die beobachteten Alterungssignale traten allerdings parallel zur eigentlichen antifibrotischen Wirkung auf – und genau das macht die Deutu