// COMPUTERBASE — MOBILE & WEB
Samsung Privacy Display: Kleineres Galaxy S27 Pro soll Display mit Sichtschutz erhalten
Nach der Einführung mit dem Galaxy S26 Ultra soll laut koreanischen Medien nächstes Jahr neben dem Galaxy S27 Ultra auch das kleinere Galaxy S27 Pro das sogenannte Privacy Display erhalten, das die OLED-Pixel so ansteuern kann, dass ein seitlicher Sichtschutz entsteht, der neugierige Blicke auf private Inhalte unterbinden kann.
Das von Samsung Display entwickelte OLED-Panel läuft bei dem Zulieferer unter der Bezeichnung Flex Magic Pixel. Flex Magic Pixel verändert die optische Struktur der OLED-Pixel, um die Lichtausbreitung gezielt zu begrenzen. Dafür nutzt Samsung Display eine mehrschichtige Black-Matrix-Struktur (BM), die zwischen beziehungsweise um die RGB-Subpixel liegt und als mikroskopische Lichtblende wirkt. Im normalen Modus kann das von den OLED-Subpixeln erzeugte Licht relativ frei austreten; im Privacy-Modus wird die Ansteuerung der Pixel so angepasst, dass Licht, das in seitliche Richtungen austreten würde, durch diese mehrschichtigen BM-Strukturen stärker blockiert wird.
Entscheidend ist dabei, dass Samsung die Black Matrix nicht einfach über das gesamte Pixel legt, sondern ihre Geometrie und die Position mehrerer lichtblockierender Schichten präzise auf die wenige Mikrometer großen Subpixel abstimmt. Dadurch entsteht eine winkelabhängige Lichtverteilung: frontal bleibt die volle Leuchtdichte erhalten, während die Leuchtdichte außerhalb der zentralen Blickrichtung massiv abfällt. Samsung nennt das eine Steuerung des Betrachtungswinkels auf Pixelebene.
Das Privacy Display ist derzeit dem Topmodell Galaxy S26 Ultra (Test) vorbehalten, während Galaxy S26+ und Galaxy S26 auf ein OLED-Panel ohne diese Funktion setzen. Das Privacy Display muss nicht genutzt werden, es lässt sich auch deaktivieren oder auf einzelne Apps beschränken. Es lässt sich zudem in zwei Intensitätsstufen anwenden.
Mit der für Anfang nächsten Jahres erwarteten Galaxy-S27-Familie soll sich das aber ändern, wie ETNews aus Korea berichtet. Demnach soll auch das erstmals das Portfolio ergänzende Galaxy S27 Pro das Privacy Display erhalten. Völlig überraschend kommt das nicht, soll das neue Pro-Modell doch eine kleinere Alternative zum Ultra mit identischer Ausstattung darstellen – aber ohne S-Pen-Unterstützung und damit auch ohne S Pen im Gehäuse. Galaxy S27+ und Galaxy S27 sollen hingegen wieder die günstigeren Modelle innerhalb der neuen Smartphone-Serie bilden.
Dem Bericht zufolge soll das OLED-Display des Galaxy S27 Pro 6,47 Zoll messen. In diesem Punkt sind sich unterschiedliche Nachrichtenseite aber nicht einig. Android Headlines hatte Ende August erste Renderings des Galaxy S27 Pro auf Basis angeblicher CAD-Dateien veröffentlicht und ein 6,6 Zoll großes Display genannt. Bei WinFuture werden hingegen 6,7 Zoll ins Spiel gebracht. Einigkeit herrscht demnach nur darüber, dass es kleiner als das mit 6,9 Zoll erwartete Galaxy S27 Ultra ausfallen wird.
Die Galaxy-S27-Serie soll das „Plateau-Design“ des iPhone 17 Pro (Max) übernehmen und je nach Markt mit dem Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 6, dessen Vorstellung für übernächste Woche geplant ist, oder dem Samsung Exynos 2700 ausgestattet sein – beide in 2 nm gefertigt. Laut eines Die-Shots von SemiAnalysis setzt der Exynos 2700 auf die neuen C2-CPU-Kerne von Arm, eine neue Xclipse-970-GPU aus der Kooperation mit AMD, deutlich größere Caches und ein LPDDR6-Speicherinterface.