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Ein Register für mehr Leistung - mit Daten gegen den PISA-Schock?
Nach dem schlechten Abschneiden der deutschen Schüler bei PISA wird darüber diskutiert, wie die Leistungen besser werden können. Eine Idee ist eine Statistik, die den Bildungsverlauf von Kindern darstellt.
Deutschlands Schüler sacken ab. Das zeigt die neue PISA-Studie. Und jetzt rätselt die Bildungspolitik mal wieder, wie die Leistungen dauerhaft besser werden können.
"Wir sehen in den leistungsstärksten Schulsystemen auf der Welt, dass sie alle mit Daten arbeiten," sagt Anne Sliwka. Die Professorin für Schulpädagogik an der Universität Heidelberg beobachtet internationale Schulsysteme.
Der Einstieg in die datengestützte Schulentwicklung scheint überfällig. Voraussetzung dafür ist eine Datenbank mit dem sperrigen Namen Bildungsverlaufsregister.
Die Bundesschülerkonferenz wertet die Ergebnisse als "politisches Versagen". Nötig seien strukturelle Veränderungen - und weniger Druck.
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Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag versprochen, so ein Register aufzubauen. "Damit ist erstmal eine technische Infrastruktur gemeint", sagt Martin Pfafferott von der Bertelsmann-Stiftung, der die Entwicklung beobachtet.
In Schritt eins würden Bildungsdaten, die es ohnehin in Deutschland gibt, in einer Statistik zusammengeführt. So könnten Bildungsprobleme sichtbarer werden. Schülerzahlen seien bekannt, sagt Pfafferott, "wir wissen aber nicht, warum es zu Brüchen kommt." Mit einer Bildungsverlaufsstatistik könnte man Ursachen ermitteln - und auf Basis der Daten zielgenaue Förderprogramme entwickeln.
Pläne, so eine Datenbank aufzubauen, gibt es in Deutschland schon lange. Aber die Umsetzung ist schwierig, denn Bildung ist in Deutschland Ländersache. Die Bundesregierung führe Gespräche mit den Ländern, teilt eine Sprecherin des Bundesbildungsministeriums auf Anfrage mit.
In einer solchen Statistik liege viel Potenzial. "So haben wir derzeit beispielsweise keine statistischen Informationen darüber, welche weiteren Bildungswege die rund 62.000 jungen Menschen nehmen, die im Jahr 2024 die Schule ohne Abschluss verlassen." Diese Daten würden dringend gebraucht für die politische Steuerung und die Priorisierung in Zeiten knapper Budgets.
Bildungsexperten, Politiker und gesellschaftliche Akteure zeigen sich von den PISA-Ergebnissen alarmiert.
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