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Pro Microsoft 365 – der Kommentar: Pragmatisch gesehen die beste Wahl
Unternehmen wollen Cloud statt eigener Infrastruktur. Und dafür bietet Microsoft das beste Gesamtpaket, meint Alexander Eggers.
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Der Weg in die Cloud ist für viele Unternehmen längst entschieden – und für die meisten führt er zu Microsoft 365. Das zeigt sich nicht nur in Statistiken, sondern in der gelebten Praxis.
Alexander Eggers ist Gesellschafter der ke Group und geschäftsführender Gesellschafter der Nextvideo GmbH und NextSkills GmbH. Zudem ist er Microsoft MVP für M365 und als Speaker auf Konferenzen aktiv.
In den vergangenen Jahren habe ich mit Dutzenden IT-Teams im deutschsprachigen Raum gesprochen, die genau diesen Weg gegangen sind: raus aus dem eigenen Serverraum, hinein in Microsoft 365 und Azure. Der Trend ist längst messbar. Laut Bitkom nutzen 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland bereits Cloud-Anwendungen, nach 81 Prozent im Vorjahr. Diese Zahl allein verrät allerdings noch nichts über Microsoft.
Doch bei den Produktivitäts- und Kollaborations-Suiten teilen sich faktisch nur zwei Produkte den Markt: Microsoft 365 und Google Workspace. Mit dem Ende des Supports für Exchange Server 2016 und 2019 trennen sich viele Unternehmen von einer lokalen Exchange-Instanz. Für sie ist Microsoft 365 der naheliegende Hafen – und der Weg dorthin kürzer als jeder andere. Selbstverständlich gibt es neben M365 und Google Workspace auch weitere Optionen: einen europäischen Hoster, einen Hybrid-Betrieb mit verbleibender On-Prem-Komponente oder eine private Cloud. Jede dieser Optionen hat im richtigen Kontext ihre Berechtigung.
Der offensichtlichste Vorteil ist: Microsoft betreibt nicht nur Exchange Online, sondern auch SharePoint Online, MS Teams und so viel mehr für mich. Patch-Management, Storage-Erweiterung, Datenbankreparaturen, kumulative Updates – all das verschwindet aus meinem Arbeitsalltag. Was bleibt, ist Konfiguration und Governance. Also das, was wirklich Wirkung hat.
Unser iX-Workshop zeigt die technischen und organisatorischen Voraussetzungen, um Microsoft 365 im Unternehmen einzuführen. Dazu lernen IT-Administratoren und -Sicherheitsverantwortliche praxisnah, wie sie M365 konfigurieren, um Anforderungen an Datenschutz, Informationssicherheit und Compliance entsprechen.
Hinzu kommt die Sicherheit: Microsoft hat 20 Milliarden US-Dollar über fünf Jahre für Cybersecurity zugesagt, und die Secure Future Initiative bündelt seit 2023 die Governance bis hinauf ins CEO-Office. Defender XDR, Entra Conditional Access, Purview, Sentinel – ein Stack, den selbst gut aufgestellte Mittelständler in Eigenregie nie stemmen könnten.
Doch Cloud heißt nicht automatisch „sicher“. Das Shared-Responsibility-Modell verlangt, dass Identitäten, Geräte und Daten weiterhin vom Kunden geschützt werden. Conditional Access, erzwungene MFA, Privileged Identity Management: Das ist Pflichtprogramm, nicht Beigabe. Microsoft liefert den Stack. Scharf schalten muss ihn der Administrator.