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Teures Heizöl - warten oder kaufen?
Der Ölpreis ist hoch, die Heizsaison beginnt schon bald. Viele Verbraucher sind verunsichert. Lohnt es sich jetzt, Heizöl zu bestellen? Oder soll man auf sinkende Preise warten?
Beim Heizölhändler Marc Tiebes ist es in diesen Tagen ungewohnt ruhig. Es meldeten sich viel weniger Kunden als sonst zu dieser Jahreszeit, sagt er: "Wir sind jetzt über 20 Jahre selbstständig, aber so einen Sommer haben wir noch nicht erlebt. Die Kunden sind verhalten, fragen oft an. Und dann bestellen sie zum Beispiel statt 3.000 nur 1.500 Liter."
Das ist kein Wunder. Denn die Preise für Heizöl sind rund 50 Prozent höher als im vergangenen Herbst. Die Folge: Es wird viel weniger bestellt als sonst kurz vor Beginn der Heizsaison. Das merkt auch Tankwagenfahrer Nedzad Ferizovic: "Im Sommer ist ja eh nicht viel los, aber diesmal ist das schon extrem." Seit 16 Jahren liefert er Heizöl aus.
In seinen Tankwagen passen 18.000 Liter. In Hochzeiten muss er dann tagsüber nachladen. Im Moment reicht eine Füllung oft für zwei Tage. Und wenn er anhält, Warnhütchen auf den Weg stellt und den Schlauch zum Haus zieht - dann sind das oft Kunden, die nicht anders konnten als jetzt zu bestellen.
Marktbericht
09.09.2026
Grund ist die Sorge vor Lieferunterbrechungen aus dem Nahen Osten.
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So wie Ute Horsten. "Wir brauchten jetzt eben Öl, wenn die Heizperiode jetzt beginnt", sagt die Kundin. "Ich habe gewartet, weil ich immer gedacht habe, es wird doch noch billiger. Aber jetzt habe ich Angst, dass es eher noch teurer wird."
Das könne durchaus passieren, sagt Georg Eble vom Energie-Informationsdienst EID. Hauptgrund für die hohen Heizölpreise sei der Krieg in Iran. Durch die blockierten Lieferwege sind die Börsenpreise für Rohöl und für Gasöl, ein wichtiges Vorprodukt für Heizöl genauso wie für Diesel, massiv gestiegen. "In der großen Linie rechne ich noch mit höheren Preisen. Weil einfach diese Blockade der Straße von Hormus nicht gelöst ist. Und es keinerlei Anzeichen dafür gibt, wie sie gelöst werden kann."
Und noch etwas sollten Kunden bedenken, sagt Oliver Klapschus vom Vergleichsportal Heizöl24. "Wir haben im Prinzip eine unheimlich hohe, große Bestellwelle vor uns. Also viele Kunden müssen noch tanken, die Tanks sind leer wie nie, und wir rechnen da jetzt wirklich mit einer sehr, sehr hohen Nachfrage in den Herbst hinein."
Iran-Krieg und Ölpreisschock machen Wind- und Solar-Aktien für Anleger wieder interessanter.
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