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RAM-Krise trifft Konsolen: Micron-Chef erwartet keine sinkenden Hardware-Preise vor 2028
Der unstillbare Speicher-Hunger von KI-Rechenzentren treibt die Kosten für PS5, Xbox und PC weiter in die Höhe. Laut dem US-Chiphersteller bleibt die Marktlage noch Jahre extrem angespannt.
Videospiele zu zocken, war noch nie ein günstiges Hobby. Doch in den vergangenen Jahren ist es nicht leichter geworden, denn die Hardware-Preise schießen in die Höhe.
Jüngstes Beispiel dafür ist Microsoft mit einer drastischen Erhöhung der Xbox-Series-X-Preise. Laut dem CEO eines führenden RAM-Herstellers dürfte sich die Lage frühestens 2028 entspannen.
Es gibt verschiedene Gründe für die aktuelle Entwicklung, aber es liegt vor allem auch am KI-Boom und am Bedarf entsprechender Hardware für den Ausbau und die Errichtung von KI-Rechenzentren. Komponenten, die dann an anderer Stelle fehlen, heiß begehrt sind und teurer werden.
Sony hat dieses Jahr bereits die PS5-Preise erhöht, Nintendo und Microsoft ziehen in Kürze nach. Beim PC sieht es nicht besser aus und das wird sich laut Microns CEO Sanjay Mehrotra so schnell nicht entspannen.
Das US-Unternehmen Micron Technology gehört neben den südkoreanischen Giganten Samsung und SK Hynix zu den weltweit größten Herstellern von Speicherchips. Wenn der CEO von Micron vor jahrelangen Engpässen warnt, betrifft das nahezu die gesamte globale Lieferkette der Tech-Industrie.
"Wir gehen davon aus, dass die angespannte Lage aufgrund der KI-getriebenen Nachfrage in allen Segmenten in Kombination mit strukturellen Lieferengpässen auch nach dem Kalenderjahr 2027 anhalten wird", erklärte Mehrotra den Investoren im Q3-Quartalsbericht des Unternehmens (via IGN).
"Auch wenn wir erwarten, dass sich das Branchenangebot im Jahr 2028 allmählich verbessern wird, können wir derzeit noch nicht absehen, wann das Speicherangebot mit der steigenden Nachfrage Schritt halten kann."
Das alles sind keine guten Nachrichten für die nächste Konsolengeneration, die schon in den Startlöchern steht. Brauchen wir vielleicht eine Next-Gen-Pause?
Für das Training gewaltiger KI-Modelle benötigen Serverfarmen sogenannten High Bandwidth Memory (HBM). Die Produktion dieses Speichers ist extrem komplex und belegt in den wenigen globalen Chipfabriken exakt jene Fertigungslinien, die normalerweise für den GDDR-Videospeicher von Konsolen und Grafikkarten genutzt werden.