// STADT-BREMERHAVEN — MODA & SOCIETÀ
Audio-Technica ATH-AL5NC im Test: Open-Back-Kopfhörer mit exzellentem Klang
von André Westphal
12. Sep. 2026 |
0
Audio-Technica hat diese Woche seinen neuen Over-Ear-Kopfhörer mit dem sperrigen Namen ATH-AL5NC vorgestellt. Es handelt sich hier um ein Open-Back-Modell, das also eher für den Gebrauch in ruhigeren Umgebungen, z. B. im Home-Office, prädestiniert ist. Allerdings sieht der japanische Hersteller durchaus auch Gamer als Zielgruppe an. Punkten will man aber nicht mit viel Klimbim, sondern mit dem Klang. Ob das gelungen ist, erkläre ich euch im Test.
Ungewöhnlich am Audio-Technica ATH-AL5NC: Trotz Open-Back-Bauweise gibt es eine Noise-Cancelling-Funktion. Im Vorfeld sei verraten: Ihr liegt jedoch richtig mit der Annahme, dass das offene Design hier Grenzen für die Geräuschunterdrückung setzt. Der Fokus liegt bei diesem Over-Ear-Kopfhörer zum Preis von 249 Euro ansonsten voll auf dem Klang. Und genau das hat sich meiner Ansicht nach auch ausgezahlt.
Einerseits nutzt der Audio-Technica ATH-AL5NC recht große 53-mm-Treiber. Üblich sind eher 40-mm-Driver. Zudem liegt dank Unterstützung des Bluetooth-Codecs LDAC die Zertifizierung für Hi-Res Audio Wireless vor. Auch Bluetooth Multipoint wird unterstützt. So könnt ihr z. B. schnell zwischen einem gekoppelten Smartphone und eurem Notebook wechseln.
Der Audio-Technica ATH-AL5NC wiegt nur 240 g und das merkt man definitiv. Schon beim ersten Herausnehmen aus der Verpackung fällt auf, wie leicht sich die Over-Ears anfühlen. Auch der Tragekomfort gewinnt dadurch spürbar. Zumindest ich habe aufgrund des Open-Back-Designs kaum unter den Kopfhörern geschwitzt und ein wirklich luftiges Gefühl gehabt.
Der Hersteller nutzt dabei eine Materialkombination aus Plastik und Metall. Die "durchlöcherten" Außenseiten der Ohrmuscheln sind etwa aus Metall, was auch für die inneren Streben des Kopfbügels gilt. Teile des Gehäuses sind jedoch aus Kunststoff. Sowohl Außen- als auch Innenseite des Kopfbügels sind dabei mit einem weichen Stoff überzogen. Die innere Polsterung dürfte nach meinem Empfinden gerne etwas dicker ausfallen. Es entsteht aber dennoch kein Druckgefühl auf dem Kopf, was wohl mit dem geringen Gewicht zusammenhängt.
Auffällig ist für mich, dass der Audio-Technica ATH-AL5NC bereits auf der niedrigsten Stufe auf meinen Kopf passt. Bei Konkurrenzmodellen muss ich üblicherweise 2-3 Stufen verstellen. Auch die Ohrmuscheln saßen bei mir direkt wie angegossen. Die Japaner setzen nicht auf Kunstleder, sondern auf einen Stoffüberzug für die Ohrpolster. Rechts sitzt dabei die Taste zur Steuerung der Geräuschunterdrückung.
An der linken Ohrmuschel findet ihr den USB-C-Ladeanschluss, die Lautstärkeregelung und den Powerbutton. Auch ein 3,5-mm-Port sitzt dort. Über jenen könnt ihr den Kopfhörer mit dem beiliegenden 1,2 m langen Kabel mit Inline-Mikrofon ebenfalls mit Zuspielern verbinden. USB-Audio funktioniert hingegen nicht. Neben dem erwähnten 3,5-mm-Kabel und einem USB-C-Kabel zur Aufladung gehört auch eine schwarze Kunstledertasche zum Lieferumfang.
Das Design des Audio-Technica ATH-AL5NC ist dabei relativ rustikal und eher typisch für Hi-Fi-Modelle. Die freiliegenden Kabel an den Ohrmuscheln kennt man etwa von solchen Open-Back-Kopfhörern. Das wird dem einen gefallen, vom anderen vielleicht als rustikal empfunden werden. Generell mutet der ATH-AL5NC eher wie ein typischer Hi-Fi-Kopfhörer an als wie ein ANC-Bolide von Konkurrenten wie Bose, Sony und Co.
Bei Kopfhörern konnte ich in meinen letzten Tests meistens feststellen, dass die tatsächlichen Akkulaufzeiten eher über den Herstellerangaben liegen. Wobei man hier natürlich die zunehmende Alterung und die damit verbundenen Laufzeitverluste bedenken sollte. Jedenfalls übertrifft hier auch Audio-Technicas ATH-AL5NC die Herstellerangaben, sodass ich statt der nahegelegten 75 Stunden eher bei über 80 Stunden gelegen habe. Allerdings spielen hier viele Faktoren hinein - etwa eure Hörlautstärken, wie viel ihr kontinuierlich am Stü